»98 Moreaü, über ein Stück rc.
derts, voin Johann von Eick einem flamändischen Ma-ler, den man gemeiniglich Johann von Bruges nennet,erfunden worden. Man kann an dem Alterthume der Ma-lerey m frischen Kalk nicht zweifeln, pausanias redet inseinen Alterthümern, von einem Euphenor, einemZeitverwandten des Zeuris und parrhasius, welcher aufeine Mauer zu Athen verschiedene Sachen, und unter an-dern, die zwölf großen Götter, den Thestus, welcher denAtheniensern Gesetze gab, und die Schlachten bey Leuk-tra und Mantinaa gemalet. Nachdem plinius indesXXXV B. X eines Malers Namens Ludius gedachthat, welcher einen Tempel der Juno in der Stadt Ardaa,mir Schildereyen auögezieret hatte, die schon vor der Scif-tung Roms zerstöret war: so erwähnet er auch eines an-dern Malers, eben dieses Namens, welcher zu AugustsZeiten in Rom, den Gebrauch dieser Malerey wieder her-gestellet hat: Oivi /ViAulii aetate, k.uchu8 ^rimu« inliltmtÄmoenilstmain parietuin ziickkuram.
Endlich erzählet noch petronius, in der Beschrei-bung von Trimalcions Gastmale, er sey an der Thüreeines Bullenbeißers gewahr geworden, der ihn erschreckthabe, weil er ihn für lebendig gehalten; er sey aber nurauf die Wand gemalet gewesen, mit einer Kette und dieserAufschrift: Osve canem.
Gegenwärtiges Stück Kalkmalerey, kann gar nicht inVerdacht kommen, daß es jemals eine außerordentliche
Verwunderung und Erstaunen verursachet hak.
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