Band 
Dritter Theil.
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ZOO xo. Gallier, über den Plutarch

ist seine Mutter, und wenn er sich einmal des Verstandesbemustert hat, so verdicken sich die Finsternisse dergestaltdaß das Licht große Mühe hat hindurch zu dringen.

Der Aberglaube ist also ein wahres Unglück für denMenschen und eine große Schmach für den wahren Gott:hierauf läuft Plutarchs ganzer Tractat hinaus; und ebendurch diese Erwägungen sucht er diese Krankheit der Seelenzu heilen. Um zu beweise«, daß der Aberglaube ein Unrechtsey, so man Gott anthut, so untersucht er den Begriff, wel-chen ein Abergläubischer sich von Gott macht. Er eignetihm «Änlich verschiedene Unvollkommenheiten zu: ein ge-heimer Haß, und ein verborgenes Verlangen, nach derVer-nichtung eines stets fürchterlichen Herrn, das sind die ge-wöhnlichsten Empfindungen eines Abergläubischen, plu--rarch treibt die Sache noch weiter, und entscheidet, ohneBedenken, daß der Aberglaube ein weit größer Uebel sey,als die Ohngötkerey; ja daß die Schmach, welche ein Aber-gläubischer dem höchsten Wesen erweiset, ihm weit größervorkomme, als des Ohngötters seine.

In den Anmerkungen, welche Herr Sallier 'über die-sen Tractat vom plmarch macht, geht sein Absehen nichtdahin, den Tadel eines neuern Schriftstellers über diesesWerk, zu untersuchen (r). Er sucht nur einige Stellendarinnen zu erläutern: denn es giebt deren, in welchen, wiees scheint, die Cririk, ohne Beyhülfe der Handschriften,kein Licht anzünden kann, entweder, weil der Zusammen-hang der Rede unterbrochen und voller Lücken, oder weilder Text augenscheinlich gar zu sehr verstümmelt ist.

Der Abergläubische, sagt plmarch, wird beständigvon der gewaltsamsten Furcht genagek. Einen Sklaven,kann doch noch der Schlaf vor dem ungestümen Anblicke

seines

(?) Herr Bayle sagt , er finde weder Vernunft noch Ordnungdarinnen. Vieleicht aber wird einer der das ganze Werk liest, einganz ander Urtheil davon fallen.