Band 
Dritter Theil.
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ZI4 xmi. Secousse, über einige»*»»*«»*« ^

XI-III.

Des HerrmSecouffe, Betrachtun-

geil über einige Leben so PLutarch ge.

schrieben. 1724. 1725.

^^ie Kunsirichter sind eins, daßesinplutarchsWer-ken eine Menge Fehler giebt; und man kann zwo

Haupkursachen davon angeben. Die eine hat ermit den größten Leuten gemein, das heißt, die engen Grän-zen und die natürliche Schwachheit des mensch l. Verstandes.Die andere, trifft nur ihn allein: plucarct) hat sehr vielvon der römischen Geschichte geschrieben; und gleichwohlwar ihin die lateinische Sprache nur so obenhin bekannt,da er sie erst erlernet harte, als er schon bey Jahren war.Er selbst gesteht dieses, zu Anfange des Lebens vom De-mosthenes (^). Er seht noch hinzu: was so gewiß alserstaunlich bey dieser Sache ist, ist dieß, daß ich nicht dieSachen auö den lateinischen Worten lerne; sondern daßmeine Kenntniß die ich von der römischen Gejchichle habe,mich auch den Verstand der Worte lehret. Es ist also keinWunder, wenn plurarchsich oftmals gcirret hat; wenn erSchriftstellern gefolgt ist, deren Sinn er nur gemuthmaßet,und so zu reden, errathen hat; ja es ist zuweilen ganz leicht,die Redensart oder das Wort zu errathen, so ihn betrogenhat, und die Zweydeutigkeit zu merken, die ihn verlocket hat.Verschiedene Kunstrichter haben die Fehlör grsammlet, sosie im plutürch angemerkt haben, und um so viel wenigerAnstand genommen, sie bekannt zu machen, da sie geglaubethaben, solches ohne Nachtheil seines Ruhms thun zu kön-nen. Sie haben geglaubt, der erstaunliche Bezirk seiner

Kennt-

< y) a. d. 84s. S. der Pariser Ausgabe, in Folio. Man seheauch was er in Latons des Sittenrichters Leben a. d. 540. S- da-von sagt.