Leben vom Plutarch. ziz
Kenntniß, welche alle Wissenschaften in sich begriff, die fastunendliche Verschiedenheit der Materien davon er handeltund die Menge der Werke die er hinterlassen hat, entschul-digten die Fehler zur Gnüge, die ihm entfahren sind, undgleichsam in dem unermeßlichen Schahs von Gelehrsamkeit,Vernunft, Urtheilskraft und gesundem Verstände, ver-schlungen werden.
Rualdus hat zu plutarchs Leben, welches er auf-gesetzt hat, zwey und fünfzig kritische Beobachtungen überdiesen Schriftsteller beygefüget. Herr Dacier hat in sei-nen Noten ebenfalls einige Fehler desselben verbessert. Al-lein sie haben diese Materie noch bey weitem nicht erschöpft.Herr Secoufte hat geglaubt, er könne dem Beyspiele dieserzween Gelehrten folgen; und hak der Akademie, zu verschie-denen Zeiten, diejenigen Anmerkungen mitgetheilet, davonwir hier Rechenschaft geben wollen. Wir fangen bey desFurius Camillus Leben an, welches er mit der Nachricht ver-schiedener andern Geschichtschreiber zusammen gehalten hat.
Leben des Camillus.
I. plurarch sagt a.d. i2o.S. daß vor demCamil-lus , die Familie der Furier, aus welcher er entsprungen,nickt sehr berühmt gewesen; er sey der erste dieses Namensder sich berühmt gemacht, und dieß habe er sich allein zu dan-ken: OuTra, 'rov oncov evo-rir
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- 7 -^cHxAkv. Gleichwohl erhellet aus dem LrvlUS (2) daßdas Geschlecht der Furier patricisch gewesen, indem Camil-lus, ohne der andern Personen dieses Hauses zu gedenken, imZ54.JahreRoms Kriegskribun gewesen,und der ersteplebe-jer, dem man dieses Amkgegeben erst in dem folgenden Jahregewahlet werden (<r). Im Z59. Jahre Roms, ward Ca-millus Dictator; und Rom sah erst lange Zeit hernach,nämlich im Z99. Jahre, einen plebejischen Dictator.
Man
sr) Man sehe das V. Buch a.d.446.S. Lllit. Vsriar. 1679.
(«) Ebendas. im V. B. a. d. 4Ü1. S. und im Vll. D. a. d. 6ir. S.