Zl6 XI.IH. Seeousse, über einige
Man kann also nicht zweifeln, daß das Geschlecht derFurier patricisch gewesen. Es ist aber auch noch gewiß,daß selbiges in den ansehnlichsten Würden der Republik vonAnbeginn derselben gestanden. Dionystus von Haitkar--naß (ü) und Livtus (c) versichern, daß im 266. JahreRoms, achtzehn Jahre nach der Verjagung der Könige,Gexrus Furius Consul gewesen; und von diesem Jahrean, bis auf dasLamillus Tribunate, das heißt, in einerZeit von acht und achzig Jahren, findet man siebenzehn-mal den Namen Furius unter den Consilien und KriegStri-bunen.
II. Alles was plutarch von den Galliern, sowohlvon denen sagt, die zuerst nach Italien gekommen, als auchvon ihren Nachkommen, welche Rom belagert haben, dasist ein rechtes Gewebe von Irrthümern. Wollte man siealle aufdecken so müßte man sich in gar zu grope Weitläuf-igkeit einlassen. Herr Secousse wird daher nur die wich-tigsten Fehler anführen, welche plutarch begangen. Ersagt a.d.izz S. daß ein Theil der ersten Gallier, welcheaus dem Lettischen gezogen, das Riphaische Gebürge(H überwandert, bis an den mitternächtlichen Ocean ge-drungen , und sich an dem äußersten Ende von Europanieder gelassen, plurarch ist der einzige, welcher die Gal-lier eine so weite Reise thun läßt; und Ltvius sagt bloß,daß sie den Weg nach dem hercymschen Walde genom-men. Hierauf redet plutarch von den Lektoriern, einemunbekannten Volke, dessen Namen man nirgends als in die-ser Stelle im plmarch findet. Orrelius (-) meynt essey ein verstümmeltes Work. Endlich setzt plurarch hin-zu , die Gallier hätten sich des ganzen Landes bemächtiget,welches die alten Tyrrhenier bewohnet, und welches sichvon den Alpen bis an die zween Meere erstrecket. Indes-sen
(6) im VIIl.B. 4yl. S. her Vechelisthen Ausg. von 1596. kol.
O) im r. B- iso. S.
(al) Ein Gebürqe jenseits des Tanais.
( e) "pkelsur. 6eog. ttsnov. in 4to unter dem Worte < 7 eltorü.