Leben vorn Plutarch. zi?
sen ist eö sehr gewiß; daß die Gallier nicht das ganze Ge,biethe der Tyrrhenier eingenommen; daß diese noch daszwischen dem Apenmn und dem innern Meere gelegeneLand erhalten; daß die Gallier jenseits dieses Gebirgeskein Land besessen; und daß man folglich nicht sagen kann,sie hätten sich von den Alpen bis an beyde Meere aus-gestreckt.
III. plutarch sagt a. d. 139. S. daß, als die Gal-lier sich Rom genähert, die Priester aller Götter, wennman die Vestalinnen auSnimmt, diese Stadt nicht ver-lassen wollen; und a. d. 144 S. sagt er, die Priester hätten,ehe sie die Flucht ergriffen, die heiligen Sachen verborgen,oder bey ihrem Ausgange aus Rom mitgenommen.
I V. plutarch hat Surrium, eine mit den Römernim Bunde gestandene, und inTyrrhenien gelegene Stadt,mitSarira, oder Satrium, einer römischen Colonie ver-menget, welche in dem Lande der Volsker, und weit vonSurrium gelegen; zum mindesten wenn man diese Ent-fernung mit der geringen Strecke vergleicht, die das römi-sche Gebiethe damals hatte: denn diese zwo Städte lagengerade an den beyden äußersten Enden seines Gebieths.Dieser Irrthum beym plurarch hat zu vielen andern An-laß gegeben. Livius redet im VI B. a. d. 526 S. vondiesen zwo Städten so:
Im z 66 Jahre Roms, ward Surrium, eine he,trurische und mit den Römern im Bunde stehende Stadt,von den Hetruriern erobert, und vom Camillus wiedereingenommen, plutarch erzählet a. d. 147,S. dieseSache mit dem Livius auf einerley Art.
Drey Jahre drauf, im 369 Jahre Roms , nimmtCamillus, nachdem er die Volsker und Antiaren über-wunden , Satrium, eine Stadt der Volsker, ein. Dar-auf geht er nach Hecrurien, allwo er Surrium, welchesvon den Feinden schon fast eingenommen war, errettet.Von diesen zwo Begebenheiten redet plutarch gar nicht.
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