Zi8 XU Secousse, über einige
Im folgenden Jahre, schicken die Römer eine Pflanz,stadt nach Sarria. Vier Jahre drauf, im Z74 JahreRoms, nahmen die Volsker, und die von Pränestediese Pflanzstadt ein, und verfahren mit den Einwohnernsehr grausam. Auf diese Nachricht erwählet man den Ca--mtllus, zum siebenten male zum Kriegstribun; und Lu-cius Furius, ein junger Mensch, der eben so verwägen,als Canullus verständig war, ward sein Amtögenoß. DieVolsker wurden überwunden. Man fand unter den Ge-fangenen einige Cusculaner, welche bekannten, daß ihreSradt den Volskern Hülfsvölker geschickt hätte. Camil-lus gieng nach Rom, berichtete diese Sache dem Senate,und erhielt Befehl, die Tusculaner mit Krieg zu überzie-hen. (;Z4- ZZ6. 546. S.)
Nun wollen wir sehen, wie plmarch diesen ganzenFeldzug vom Z74 Jahre erzählet, welcher im plmarch,wie im Livius, durch die Verwägenheit des Lucius Lmrius, Camillens Amtsgenoffen, bezeichnet wird. Er sagta. d. 149 S. daß Camillus , nachdem er die Volskergeschlagen, erfahren habe, daß Sarria eine Stadt derTyrrhenier, eingenommen sey; und daß die Römer, dieman nach dieser Pflanzftadt geschickt, geködtet worden. Ersey gegangen, diese Stadt anzugreifen, habe die Tyrrhc-nier daraus verjagt, und nachmals als man erfahren,daßdie Tusculaner sich empöret, härte man den Camilluswieder sie ausgeschickt.
Herr Secoufse untersucht die Fehler, welche plmarchin dieser Erzählung macht. l. Wenn man in dieser StelleLatria liest, wie es gedruckt steht, so ist zwar diese Stadteine römische Colonie gewesen; aber es ist falsch, daß siewie plmarch sagt, im Tyrrbenischen gelegen; denn es»steine Stadt im Lande der Volsker. 2. hat Camillusnicht erst nach der Niederlage der Volsker erfahren, daßdiese Stadt weggenommen gewesen; man kündigte vielmehrden Volskern denKrieg nur darum an, weil sie sich dieser
Stadt