Band 
Dritter Theil.
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Leben im Plutarch. zri

heutig vor, daß er diese Muthmaßung würde verworfenhaben, wenn er nicht bemerkt hätte, daß ein sehr geschickterMann, der in den besten alten Schriftstellern überaus be-wandert ist, diesem Ausdrucke des Livius eben den Sinnbeylegt, den ihm plurarch beygelegt haben muß , wennes wahr ist, daß der Misverstand dieser Stelle ihn in Irr-thum verführet hat. Diejer gelehrte Mann (Dacier im2 Th. a. d. 16; G-) wenn er in einer Note diese Redens-art des Livius anführet, seht hinzu: und im Vorbeyge-hen bemerke man, daß diese Arrzu reden, lulionejuvimckmuin virimn , sovrelhelßc, als unter dem Vor-wände, sich an Rraftcn zu erholen, oder Zeit zu ha-ben, an Rräsien zuzunehmen.

Dieß sind nun die hauptsächlichsten Fehler im plu-tarchischen Leben des Lamillus, welche Herr Secousisentdeckt hat, weil sie der Aufmerksamkeit anderer Kunst-richter, z. E. des Rualdus, palmcrius und Daciers ent-wischet waren, und er schließt diesen ersten Aufsatz mit derAnmerkung: daß, wenn man ja argwohnen kann , einigedieser Fehler wären nicht die Folge von plutarchs gerin-ger Kenntniß der lateinischen Sprache; es deren doch einegroße Menge giebt, die man auf andere Ursachen schiebenmuß- Es wäre ihm leicht gewesen, dieses mit einer gro-ßen Anzahl von Irrthümern zu beweisen, welche sich in oe-nen aus der griechischen Geschichte gezogenen Leben befinden;allein er hat sich an folgender Probe begnügen lassen.

plurarch erzählet in des Akeomenes Leben, daßdieser König der Lacedamonier, nachdem er die Achäcrüberwunden, die ihn um Frieden bathen, ihnen weiterkeine Bedingung vorgeschlagen, als daß sie ihn für dasOberhaupt des Peloponnesirs erkennen sollten. Ararusbemühete sich umsonst, sie zu Verwerfung dieses Vorschla-ges zu ermähnen ; sie entschlossen sich es einzugehen: undnachdem sie eine allgemeine Versammlung ihrer Republiknach Lern« beruften, so ersuchten sie den Aleomenes da-lli Th. der Gesch. X hin