Leben im Plutarch. 325
gefunden, er die Tiber durchgeschwommen sey, und zwar
durch Beyhülfe eines Brettes von Pantoffclholze, so er mit
sich gebracht gehabt. Diodor von Stellten stimmt mit
dem plutarch überein, und schreibt im XIV B- a.d. 524
G. der Rhodomannisthen Ausgabe so:
ro-rv-L- 7-sr Trovcv^ör, da er den Strom des Nachts
durchschwömmen.
III. Es scheint, daß plutarch in des Camillus Le.ben, lediglich dem Livius gefolget sey. Es ist aber auchwahrscheinlich, daß er noch andere Geschichtschreiber zu Ra-the gezogen: denn zuweilen erzählet er dieselben Sachen,auf eine andere Art. Oftmals erweitert er des Livius Er-zählungen , wenn sie nicht umständlich genug sind, und sehtwichtige Umstände hinzu, die dieser Schriftsteller vernach-läßiget hatte. Man kann sagen, daß diese zween vortreff-lichen Geschichtschreiber, einander Wechselsweise die Handbiethen: und wenn man durch den Livius, einige Fehlerim plutarch entdeckt; so erkläret hingegen plutarch vieleStellen im Livius.
Da die französischen Dollmetschungen der plutarchi-scheu Leben, dieses Werk sehr bekannt gemacht haben;da es sehr gelesen wird, und es wenig Bücher giebt die solcsenswerth sind: so hat Herr Gecousse diese Anmerkungenfür diejenigen nicht ganz undienlich gehalten, die die histori-sche Richtigkeit lieben. Vieleicht werden sie dadurch veran-lasset, den plutarch mit andern Geschichtschreibern zu ver-gleichen: die man nothwendig erst lesen soll, ehe man sichan seine Leben macht, und die man nicht vollkommen verste-hen kann, wenn man nicht die allgemeine Geschichte derje-nigen Zeiten weis, in welchen diese großen Männer gelebethaben, deren besondere Thaten sie in sich halten.
Wir wollen, indem wir diesen Artikel vom Camillusendigen, doch noch eine Verbesserung vom Herrn Secoussenicht übergehen, die er zu Torrolans Leben hinzugefüget
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