Leben im Plutarch. 329
Aufmerksamkeit ermuntern könnten. Es ist gar nicht wahr-scheinlich daß Mirhridac, in dem Zustande darinnen ersich befunden, den Anschlag sollte gefastet haben, eine Flottenach den italiänischen Küsten zu schicken. Er hatte in derBelagerung vor Cpzieum, die er schimpflicher Weise wiederaufheben müssen, viel Volk verloren; zwey von seinen Hee-ren waren nach diesem niedergehauen morden; ein Theil sei-ner Flotte, über welchen Aristontkus Feldherr war, hattesich dem Lucullus ergeben müssen (k); und seine Kräftewaren daher nicht mehr stark genug, eine Veränderung zumachen. Allein andern blieb er noch in sehr guten Um-ständen ; er hatte noch nicht alles verloren, was er eroberthatte; seine Staaten waren noch nicht angegriffen, und eswar noch nicht so weit mit ihm gekommen, daß er einenvenvägenen Schluß fasten müßte, wie er nachmals thunwollte. Es scheint also nicht wahrscheinlich zu seyn, daßdie zwo vom Lucullus überwundenen Flotten, nach Ita-lien gesegelt wären. Die erste war unterwegens, sich zuderjenigen zu schlagen, die auf der Rhede vor Cemnoslag. Cicero hat sich bey dieser Gelegenheit der Freyheiteneines Redners bedient, die sichö für erlaubt halten, die Um-stände der Begebenheiten zu verändern, nachdem sie es fürgut befinden. Dieß bemerkt Asconius peöianus welchersagt, indem er vom Cicero redet: eile orakoriae callichta-tis, ut cum Opus lit, lischm rebus ab utrague parte, vel »coutrarns utantur. o I.. Lor/rr/ro. D öp,. L/r'r.
(Z-vreu.
U. Unter den geheimen Ränken und Staatslisten,welche in den letzten Zeiten der römischen Republik so ge-mein wurden, giebt es wenige, die so sonderbar sind, alsderjenige, wozu ein gewisser Vctkius das hauptsächlichsteWerkzeug und Opfer war. Cäsars und des PompejusAnhänger, beschuldigten ihn, und hatten es mit diesem Men-schen verabredet, er hätte einen Anschlag auf des Pompe-
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(ä) plutarch in dessen Leben.