Band 
Dritter Theil.
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Leben des Plutarchs. zz9

VI. plmarch sagt, Michridares habe sich selbstumgebracht; und hierinnen stimmt er mit dem Florusüberein. Appian aber (m) will, er habe sich vom Biroi-tus, einem Anführer der Gallier ermorden lassen, der un-ter seinem Heere war. Diodor erzählet diesen Tod wie-der ganz anders. Er sagt, Michridae habe sich einenStich mit dem Degen gegeben, wovon er nicht gestorben,weil er vor Alter nicht Kräfte genug gehabt; und daß ervon denenjenigen selbst vollends getödtet werden, die er anseinen Sohn abgeschickt hatte, ihn seiner Pflichten zu er-innern.

VII. Berichtet plmarch, daß Pompejus, die Kö-niginn Zosrma, eine Gemahlinn des Tigranes, des Va-ters, im Triumphe aufgeführet. Dieser Umstand, der inkeinem einzigen Geschichtschreiber steht, scheint dem HerrnSecousse verdächtig zu seyn; und zwar aus folgenden Ur-sachen. plucarch hatte oben erzählet, daß Dgranesselbst sich in des Pompesus Gewalt geliefert, ohne vonihm ein sicher Geleit zu begehren; daß er sich vor ihm aufdie Knie werfen wollen ; daß Psmpejus ihn daran ver-hindert , ihm sehr gnädig begegnet, seine Staaten gelassen,und ihm sogar den Königstitel ertheilet habe. Und in derVergleichung des Agestlaus und Pompejus sagt er: daßPompe/us, der den Tigranes in seiner Gewalt gehabt,und sein Siegsgepränge mit diesem erlauchten Gefangenenhätte schmücken können, denselben lieber zu einem Bunds-genossen des römischen Volks machen wollen, und bey dieserGelegenheit den Sinnspruch gesagt habe: er ziehe die Ehrevieler Jahrhunderte, der Ehre eines einzigen Tages vor.Ist es nun wohl wahrscheinlich, das, Pompejuv, die Ge»mahlinn eines Königes sollte im Triumphe aufgeführet ha-ben, welcher wirklich ein Bundsgenoß des römischen Volkesund zwar durch seine eigene Großmuth, war; daß er einenPrinzen, der die Römer mit Krieg überzogen, und deren

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(m) im z.B. 5. Cap. seine« Krieges vom Mrkhri-. p- 24z. 249.