Z82 XL.vm. Anselm, von den Wissenschaften
und gar bald die einzigen waren, die man.in Gallien gel.ten ließ.
Die Eiche war, wie man weis, unter ihnen ein Heils,ger Baum. Ihr Wald war davon ganz voll gepflanzt,und es war ein Verbrechen dieselben zu verderben. Sielebten von den Menschen abgeschieden, wohnten in Wäl-dern, und hatten darinnen ihre Schulen, deren berühmtestenach Cäsars Berichte, im VI. B. seiner Commemarien,im Charrrensrschen war. In ssnibus Larnuwm cvnss-öunt in lucu conlecrato. In dieser Schule eben, hatteder Oberpriester dieser Druiden seine Wohnstatt, und alleandern mußten einmal des Jahres hinkommen. Sie wa-ren Richter des Volks, und folglich wandte man sich we-gen aller Privathändel an sie, und unterwarf sich ihremAusspruche. Wollte nun jemand dabey nicht beruhen, sowar einem solchen auch die Theilnehmung an ihren Geheim-nissen untersagt.
Die Druiden hatten auch noch anderwärts vieleSchulen, die von ermeldeter Hauptschule abhiengen, undnichts ist in ihrer Geschichte bekannter, als diejenigen, sosie zu Marseille, Toulouse und in vielen ansehnlichenStädten hatten: mieBoulayin seiner Vorrede zur Ge-schichte der hohen Schule zu Paris bemerket hat. In die-sen Schulen nun lehrten sie die Redekunst und Weltweis-heit. In dieser letzten Wissenschaft, handelten sie von derFigur der Erden, von der Bewegung der Sterne, von derMacht der Götter; und wollten sogar dasjenige wissen, wasdiese Götter von den Menschen verlangten: 1>mci-,e,gu»ciI)ii velint, le locke prosstentur; wie pompOMUS Melaim s.C.des III. B. sich ausdrückt. Cicero sagt, im III.B.tle Oivin. daß sie sich auch auf die Ausforschung desZukünftigen, entweder durch das Vogeldeuten, oder ande-re Muthmaßungen gelegt: partim gugnrick, panim c»n-ic<5ttu-a, gnas essen: ssuura, cloeebant; und plinlUS setztim III- C.deS XXIX. B. hinzu, daß sie sich bey ihren Ge-heim-