im alten Gallien. zg?
Heimnissen, zur schwarzen Kunst, des eichenen Geschirres be-dienet härten.
Einer der Hauptpuncke in der Lehre der Druiden,war die Unsterblichkeit der Seelen. Sie sagten, wenn sievom Tode redeten: man gienge im Sterben nur von einemLeben ins andere, und der Tod wäre das Mittel von beyden:
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Diese Ueberzeugung machte die alten Gallier so unverzagt,daß ihrer viele sich in die zu Verbrennung der Todten an-gezündeten Holzstöße warfen, und alle mit einander dergrößten Kriegsgefahren lachten; indem sie es für eine ent-setzliche Zagheit hielten, daß man ein hinfälliges Leben nichteinem andern zu gute aufopfern wollte, welches ewig wäh-ren soll, wie eben dieser Dichter sagt.
Es sey nun, daß die Druiden das Gedächtniß ihrerSchüler üben wollen, oder daß sie gescheuet haben, ihre Ge-heimnisse möchten entweihet werden: so mußten dieselbeneine große Menge Verse auswendig lernen, und es war ih-nen verbothen sie aufzuschreiben. Uebrigens bedienten siesich zum schreiben, der griechischen Züge, die ihnen geläu-fig waren- Diese Art, die Gottesgelahrtheit und Welr-weisheit in Verse zu bringen, ist sehr alt; und wenn wirdem Apulejus glauben wollen, so währete sie bis auf denpberecydes, welcher zuerst in den Schulen die ungebun-dene Schreibart einführete: Vsrluuni nexu repucliaro, cou-leribere autus ^allivis verbiß ?1ierecväez.
Es ist daher aus dem Zeugnisse der Alten gewiß, daßdie Gallier sich in den ersten Zeiten der Wissenschaften beflis-sen. Sie erlernten auch die Beredsamkeit, wozu sie vonNatur Lust hatten, wie Srrado im IV. B. und Themi-stius in der I V. und V. Rede versichern, welcher letztere so-gar