48» xxvi. Leben,
XXVI.
Lebensumstände
des Herrn Simons, in der öffentlichen
Versammlung nach Ostern des i^otenJahres abgelesen.
Franciscus Simon ward zu Paris, zuEnde des i6z4ten Jahres gebohren, und war dasletzte Kind Johann Simons, eines Wundarztes,der durch seine Euren im Ansehen war; ungeachtet er der ge-lindeste und furchtsamste Mann von der Welt zu seyn schien.Der Sohn, von dem wir hier reden, ward mit vieler Sorg-falt erzogen, weil man gar bald seine große Fähigkeit er-kannte, und er übrigens seinem Vater ungemein ähnlichwar, insonderheit was die Sanstmuth betraf, die auch alle-zeit seine Haupteigenschaft gewesen ist. Denn was die äußer-liche Furchtsamkeit anbetrifft, die oftmals auch die allerbe-sten Eigenschaften unterdrückt, so hatte er die Kunst erfun-den, sie in eine gewisse bescheidene Mine zu verwandeln,dieauch die unscheinbarsten Gaben erheben kann.
Einen Theil seiner ersten Studien trieb er in der Na*varristhen Schule, und den andern in der Schule -üplessts: da man ihn nun dem geistlichen Stande gewidmethatte, so fügte er der gewöhnlichen Erlernung der Sprachenund Weltweisheit, noch die Theologie, und das geistlicheRecht bey; in welchem er noch vor seinem zoten Jahre denDoctorhuth erhielt.
Ungefähr um diese Zeit, das heißt, im 1684- Jahre,hatte er den Vortheil mit dem Herrn lepeletier deGsu*zy bekannt zu werden, und man trug ihm die Unterweisung
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