Band 
Dritter Theil.
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des Herrn Simons. 489

seines Sohns, des Herrn lepelecier Desforts auf. Dasgemeine Wesen erkennet die Vernunft eines solchen Vaters,und die Vorzüge eines solchen Untergebenen, zur Gnüge;man führet hier also nur noch zum Ueberslusse an, daß,nachdem Herr Simon, das ihm anvertrauet Pfand, die-sem Hause wieder überliefert, er unter der Aufsicht des Herrnle peletier des Vaters, in eine ganz entgegen gesetzte Lauf-bahne getreten. Er ward dessen Secretär, und gelangteunter ihm zu einer solchen Kenntniß der Geschäffte, daß erzu Ende einiger Jahre fähig war, das Amt eines Aufse-hers der Festungswerke verwalten zu können. Jndiesem Amtebediente er sich oft einer besondern Gabe, die er von seinemVater erlernet hatte, und die er nie für etwas anders, alseine bloße Zeitkürzung angesehen. Dieß war dieKunstmitZiffern zu schreiben und Zifferschrift auszulösen, darinnener sehr geschickt war; ungeachtet er sich dabey keiner gar ho-hen Regel, auf irgend eine besondere Gattung bedienet, wo-zu eine gewisse natürliche Schlauigkeit gehöret.

Die neue Art von Geschafften, welche in ihm allmäh-lig die Luft zu den Wissenschaften zu ersticken scheinen sollte,bestärkte ihn nur noch mehr darin», und bereitete ihn eini-germaßen zu dieser Akademie vor. Erstlich ist es leichtzu begreifen, wie, da er beständig mit einem Manne gear-beitet, dessen Verstand so richtig und geübt war, er noth-wendig aus diesem Umgänge unendlich viel Nutzen schöpfenmüssen. Es kam aber noch dazu, daß die FranzösischenKriegsbaumeister, welche an vielen Orten des Königreichsund selbst in fremden Ländern, zerstreut waren, um sich beydem ihnen vorgesetzten Staatsmanne beliebt zu machen,ihm genaue Nachrichten von allen Seltenheiten derer Ortezuschickten, wo sie sich befanden; von den Spuren des Al-terthums so man gefunden, und von den Denkmälern soman entdeckt hätte. Dieses zog ihnen nun gelehrte Antwor-ten zu, weiche gemeiniglich Herr Simon entwarf, unddenen nachmals Herr le pelerier die letzte vollkommene

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