Band 
Dritter Theil.
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Henrions Leben. 497

gebohren war, beschäfftigte seit zwölf bis fünfzehn Jahren,seine Gefälligkeit und seine Nachtwachen.

Im Anfange hatte er sich nur vorgesetzt, die verschiede-nen Veränderungen darinnen zu beweisen, welche im Ge-wichte und in dem Werthe des römischen Pfundes, seitden ersten römischen Königen, bis auf die letzten griechischenKaiser, vorgefallen sind: und sv ward es auch in dem Ta-gebuchs der Gelehrten vom 1708. Jahre angekündiget.Allein die Süßigkeit und Wichtigkeit der Entdeckungen, diesich ihm täglich auf eine wunderbare Weise vorzustellenschienen, machten ihn allmählich schließig, diese Materie inihrem ganzen Umfange, in allen Zeiten und bey allen Vö»kern, auszuarbeiten.

Damit er der Akademie einen kostbaren Vorschmackdavon geben möchte, brachte er im 1718-Jahre, eine Artvon chronologischer Tafel, ödet die Leiter von der Verschieden-heit der Menschenlängen, seit Anbeginn der Welt, bisauf Christi Geburt, in dieselbe. In dieser Tafel, eignetHerr Henrion, dem Adam »2g. Schuhe und 9 Daumen,der Evä aber ntz. Schuh und 9^ Daumen Länge zu. Hier-auf gründet er eine Regel des Verhältnisses, unter den Län-gen der Weiber und Männer, wie sz. zu 24. Allein erentzieht der Natur diese majestätische Gestalt bald wieder.Nach ihm, ist sJoah schon 20. Schuh kleiner gewesen,als Adam. Abraham war nur 27. bis 28. Schuh hoch.Moses mußte sich mit r;. Herkules mit m. begnügen»Alexander der große war kaum 6. und Julius Cäsarnur 5. Schuh hoch. Lind ungeachtet es schon lange Zeitnicht mehr sitte ist, große Männer nach der Leibeslänge zurechnen, so würden wir doch, wenn die Vorsehung einerso erstaunlichen Abnahme nicht Einhalt gethan hätte, unsheute zu Tage, in diesem Stücke, kaum zu dem unansehn»lichsten Gewürme des Erdballs zählen dörfcn»

M.Ch.derGesch. Ji Die