Band 
Dritter Theil.
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Renaudot Leben. zu

noch übrig haben, verbundenem Namen Septimia an.Diese fünf Abhandlungen, verfertigte er in dem Zwischen-räume von der Erneuerung der Akademie, bis 1711. als erden Titel eines Bejahrten begehrte; um sich, wenigstensmit allem Fleiße, ferner aus nichts anders, als ReligionS-materien zu legen.

Indessen muß man noch unter die akademischen Ar-beiten des Herrn Abts Renaudot, das letzte Buch rechnen,welches er 1718. unter dem Titel, alte Nachrichten vonIndien und China, zweener reisenden Mahomera-ner, welche im IX. Jahrhunderte hingereiser sind, her-ausgegeben. (*) Nachdem er dieselben aus dem Arabischenübersetzt und aus der unbilligen Dunkelheit gezogen hatte, inwelcher sie mehr als 800. Jahre geblieben waren, that ereine historische Vorrede hinzu, nebst einigen Noten und Ab-handlungen über die Sitten, Policey, Weltweisheit, Al-terthümer und Religion der Chineser. Insonderheit be-mühet er sich den ^ hohen Begriff zu zernichten, den mansich seiner Meynung nach, sehr unverdienter Weise, vondiesem Volke gemacht hat. Er gesteht demselben, mit die-sen alten Reisenden, nicht den mindesten Vorzug in mensch-lichen Wissenschaften, und überhaupt sehr wenig Witz, an-ders als in Dingen, die man nach den Fingern abzahlenkann, zu.

In dem Abschnitte von der Religion, handelt er weit-lauftig von dem im Vll- Jahrhunderte, durch die persische»tHeftorianer nach China gebrachtenChristenthume. Die-sen tTlestorianern eigner er die berühmte Aufschrift zu, wel-che man 1625. zu Siganfu, einer Stadt in der ProvinzTensi, gefunden. Seine Muthmaßung gründet sich haupt-sächlich darauf, daß diese Aufschrift in chinesischer Sprache,ein nestorianisches Glaubensbekenntniß enthalt und daß dieWorte deren man sich darinnen bedienet, die Namen Got-tes und Jesu Christi auszudrücken, syrische Worte sind,

die

(*) Dieses Werk ist auch ins Engländische überseht werden.Meine Ausgabe ist von, ,7z;.