Band 
Dritter Theil.
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zi4 xxix. Leben,

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XXIX.

Lebensumstände

des Herrn Foucault, in der öffentlichen

Versammlung nach Ostern 1721. abgelesen.

U^icolaus Joseph Foucault, ward zu Paris den 8.Januar 164z gebohren. Sein Vater, weichender Herr Colberk mit einer besondern Vertraulich,keit beehrete, warStaatssecretär, und Maria Mercezcau,seine Mutter, war eine Tochter des berühmten MettezeauAufsehers der königlichen Gebäude, welcher den Graben zuRochelle angab und ausführte.

Die großen Vorzüge seiner Jugend, betrogen wederdie Hoffnung seiner Familie, noch den Fleiß seiner Lehrmei-ster. Er trieb die Erlernung der Weltweisheit und Rechtemit eben der Lebhaftigkeit und Beflissenheit, die ihn schonin den ersten Versuchen seines Verstandes so sehr unterschie-den hatten: und als er vor den Gerichtsbänken erschien,so geschah es mit so vielen Vorzügen, daß die berühmtestenSachwalter, Gaumonr, Monrauban, und Lourcroix,sich es für keine Schande hielten, sich in den wichtigstenHändeln mit ihm zu üben.

So war der Begriff beschaffen, den man damals nochvon obrigkeitlichen Aemtern hatte: es war nicht genug, daßman sich daheim durch ämßigen Fleiß dazu vorbereitete, manglaubte auch man müsse noch öffentliche Proben hinzufügen;gleich als ob die Geburt und das Glück nur die zweyte Handbey Vergebung solcher Stellen im Spiele hätte.

Die erste Stelle so Herr Foucault bekam, war eineOöerprocuratorftelle bey den Bittschriften des Schlosses,

der