Band 
Dritter Theil.
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des Herrn Foucaults. 515

der er so ausnehmend wohl vorstand , daß man nie hättemuthmaßen sollen, er habe zu deren Erhaltung erst einenErlaß des Altere gebraucht. Fast zu gleicher Zeit verbandder König mit dieser Bedienung, den außerordentlichen Aus-trag eines Generalprocuratore bey Untersuchung des A-dels; mit einem Gehalte, welches sonst nur die alten Be-dienungen erlangten.

Von den Bittschriften des Schlosses kam Herr Lou--cault in den großen Rath , allwo er drey Jahre die Ge-schaffte eines Obersachwalters so genau und fertig verrichtete,daß sich zwar niemand mehr darüber verwunderte; Se.Mas. aber für billig hielten, daß solches durch eine Begna-digung für die Aufsicht der Bittschriften, und durch die Er-nennung zur Aufsicht über Momauban, belohnet würde.

Diese Aufsicht war mit vielen Schwierigkeiten verbun-den: nicht sowohl weil sie sehr weirlauftig war, ungeachtetsie eine der ansehnlichsten im Königreiche ist; sondern weildie Sommer-Commissarien ihre Untersuchungen nicht weitgenug hatten treiben können, und also dieses Land noch derTyranney der Großen, derUnabhanglichkeit des Volks, undden Ungerechtigkeiten der Richter, offen zu stehen schien.Herr Loucaulr erhielt vom Könige die mündlichen Befehleund nöthigen Unterweisungen , wodurch er allein so vieleMisbräuche wieder gut machen sollte: und gleich als ob dieWorte eines Regenten, das Herz geschickter Leute mit allemerfüllen, was die Ausführung ihres Vorhabens vergewissernkann; so berichtete jede Nachricht des neuen Intendanten,einen glücklichen Erfolg in irgend einem Theile. Unmerk-licher Weise ward die ihm anvertraute Provinz, eine dergehorsamsten und gesittesten Landschaften unter allen.

Als dieses Werk ausgeführet war, wußten sich desHerrn Foucaulrs Freunde nicht zu helfen, wie sie dcö Kö^niges Zufriedenheit, welche Ge. Nlaj. sogar durch aus-drückliche Briefe bezeiget hatten, mit der Veränderung zu-

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