Herrn Baudelots. 527
Bemühungen nichts als diese Ueberreste des gelehrten Al»terthums zum Gegenstände. .
Kurz hernach gab er von dieser Sache ein Werk her-aus , dessen Titel, Leser die nicht weiter sehen, das heißt dismehresten , hinterganqen hat und noch täglich hintergeht.Es heißt, von der Nützlichkeit der Reisen: und derVerfasser, welcher niemals weiter gekommen war als vonParis nach Dison, schrankt in demselben, allen Nutzenvon dem er redet, auf die Vortheile ein, welche ein gelehr-ter Reisender, von dem Anblicke, der Untersuchung undAuskundschaftung aller Arten von Alterthümern ziehen kann.Herr Baudelor will nicht, daß er sich begnüge, nur dieGröße, die Pracht und Festigkeit der Städte anzusehen, undmit den Einwohnern umzugehen, um deren Polizei) undSitten kennen zu lernen; er ermähnet ihn auch, den Stei-nen und Metallen eine Art von Vorzug einzuräumen. Erwill, daß er allenthalben die Münzen, Aufschriften, Bild-seulen, geschnittenen Sachen zu Rathe ziehe, und sich einVergnügen mache zu glauben: so viele Sachen waren bloßzu seinem Unterrichte, auf eine so wunderbare Weise derBarbarey der Menschen, und der Wuth der Zeiten entron-nen. Hierauf handelt er einen jeden von diesen Artikeln be-sonders ab, und vergißt nichts, was deren Wichtigkeit er-heben, und ihren Gebrauch, Werth und Schätzbarkeit be-stimmen kann. Durch einen erklärt er verschiedene Stellenalter Schriftsteller, so man nicht verstanden; durch anderestellet er verderbte oder verstümmelte Stellen her; und allegeben ihm zu ganz sonderbaren Betrachtungen Anlaß. Die-ses Werk welches zween Duodezbände ausmacht, ward1686 zu Paris gedruckt, und ist mehr als einmal in andernLändern nachgedruckt worden.
Der Ruhm, den es seinem Verfasser zuzog, machteihn mit den berühmtesten Alterthumsforschern in Deutsch-land, England und Holland bekannt, und verschaffte ihm,da er am wenigsten daran dachte, die Aufnahme in die A-kademie der Kicovrau zu padua.
Nach