Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

Z28

xxx. Leben,

Nach diesem wurden wenige Entdeckungen in diesemFache gemacht, dazu Herr Baudelor nicht gezogen, undfo zu reden gezwungen ward, seine Meynung zu sagen.Wir haben die Beweise davon in vielen kleinen gedrucktenBriefen von derselben Zeit ungefähr, deren einige vomHerrn Baudelor selbst, die andern von den Herrn (Aal-land , dem Abte Vallemom, dem p. Joberc, und demp. Chamillarr sind. Es ist fast von nichts die Rede dar-innen, als von einigen Münzen des verfallenen Reiches, un-ter andern von den Münzen des Mariniana, pacaria-nus, posthumius, und Gallienus. Im 1698 Jahreaber gab er eine weitläuftige Abhandlung, über einen ge-schnittenen Stein, aus dem Cabinette Ihrer Hoheit derDauphine heraus; die ihm der Aufmerksamkeit der glück-lichsten Oedipen werth zu seyn schien. Dieser Stein istein morgenländischer Amethyst, und stellt einen mit ker-kern umkränzten Kopf vor, dem ein Schlcyer, oder einebreite Binde fast das ganze Gesicht verdeckt. Dieser, denalten Flötenspielern ziemlich gewöhnliche Aufzug, ließ denHerrn Baudelot, durch den Schleyer hindurch, die Bildungund Gesichtszüge eines der letztem ptolomäer erkennen,von dem er einige Münzen hatte: es war der Vater der be-rühmten Cleopatra, derjenige, dem seine Liebe zur Flöteden Zunamen Auletes beylegte.

Der erste Theil dieser Abhandlung setzt diese WahrheitinS Licht, und macht durch Beyhülfe der Schriftsteller undDenkmäler, eine ausführliche Geschichte der Regierung undThaten dieses Prinzen.

Der andere Theil ist eine umständliche Erklärung al-ler Figuren des Stiches, alles dessen was man von derinstrumentalischen Tonkunst der Alten, in Ansehung derFlöte, ihrer verschiedenen Aenderungen, der Vollkommen-heit dieser Kunst, und derer Ehrenbezeugungen verlangenkann, welche denen ertheilet wurden, die in derselben vor-trefflich waren.

Allein,