Band 
Dritter Theil.
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Herrn Baudelots. 529

Mein, was noch sonst dieses Werk zur Ehre desHerrn Baudelors allezeit merkwürdiger machen wird, ist,daß man darinnen den Zeitpunct von der Gnade findet, de-ren die Dauphins ihn würdigte, und daraus ersieht, daßdie Musen selbst ihn an den Hof dieser Prinzeßinn geführet,mit der sie bereits den ansehnlichsten Umgang pflogen.

Einige Zeit darauf unterbrach Herr Baudelor in et-was sein Studium der Alterthumskunde, um einem seiner aus-wärtigen Freunde, Herrn Elfter einem engländischen Arzte,von der ungefähren Entdeckung Rechenschaft zu geben, dieman fast vor seinen Augen, von einem ungeheuren Steinein dem Leibe eines Pferdes, welches in seinem zo Jahre, imDienste der Nonnen zu Argemeuil gestorben war, ge-macht hatte. Dieser Fall schien dem Herrn Baudelot nochsonderbarer zu seyn, als er wirklich war, indem Herr El-fter selbst, als Verfasser eines TractakS von denen Steinen,die sich in den Körpern der Menschen und Thiere zeugen,der Pferde gar nicht gedacht hatte. Was er bey dieser Ge-legenheit für Sachen aus der natürlichen Geschichte, undfür physikalische Anmerkungen beybringt, das zeigt wieweiter es in diesen Wissenschaften würde gebracht haben, wenner sich zeitig darauf gelegt hätte; und die verschiedenen Em-pfindungen so er zu haben scheint, indem er die außerordent-lichen Schmerzen de§ durch die Ungeschicklichkeit des Stall-Meisters gemarterten Pferdes beschreibt, der ihm allezeitheftige und widrige Mittel gegeben, sind ein Beweis vonder zärtlichen und gewissenhaften Aufmerksamkeit, die erauch gegen den allerschlechtesten seiner Kranken würde be-obachtet haben.

Von hier an, bis ins 170z Jahr ließ sich Herr Ban-delst mit nichts wiedersehen, als mit derUebersetzung einerlateinischen Lobrede auf Ludwig den XIV. Allein ebenmit dieser Uebersehung waren gewisse Schwierigkeiten ver-bunden , welche dieselbe weit über andere Werke erhoben,bey denen die Wahl und Erfindung oftmals das ganzeMTH.derGesch. Ll Ver-