zZO xxx. Leben,
Verdienst ausmachen. Der Abt Mezabarba, Verfaßser dieser lateinischen Rede, hatte sie mit den schönsten Um«schrifren von den Münzen der römischen Kaiser durchfloch-ten; und da er also alles zusammen genommen, was diesel-ben in vier bis fünfIahrhunderten großes und wunderwür»Liges darbiethen, so zeigte er, daß der König Ludwig, insich allein, diese ganze Menge heidenmäßiger Thaten undCharactere vereiniget hätte, die uns von allen jenen ver-schiedenen Prinzen, einen so hohen Begriff gemacht haben.Dieser Fund war neu, und um so viel schätzbarer, weil, daer von einem Ausländer kam, er so viel weniger in den Ver-dacht der Schmäucheley oder des Eigennutzes kommen konnte.Indessen gebrach eS ihm, um vor den Thron des Königeszu kommen, an einem in derMünzensprache erfahrnen Doll-metscher; ohne diesen, konnten alle diese Legenden, welchesich von selbst in die lateinische Sprache fügten, aus welchersie genommen worden, nicht anders, als mit Verlust ihrerStärke oder Ammukh in die französische übergehen. HerrBaudelor aber erhielt beydeö so vollkommen, daß sie derBescheidenheit des Prinzen, gnädige Blicke abdrungen,unddaß er den Werth dieser sinnreichen Verehrung, durch eineseiner Freygebigkeit gemäße Belohnung erkannte. DerAbt Mezabarba merkte wohl, daß er den Dank dafür,insonderheit der Geschicklichkeit und dem Eifer seines Ueber-sekers schuldig wäre;' allein deswegen konnte er desselbenvollkommene Uneigennützigkeit doch niemals überwinden.
Im folgenden Jahre ließ Herr Baudelot drey kriti-sche Briefe über eine Münze auf Alerandern den großendrucken, die der Herr Abt Vallemont bekannt gemachthatte, um des Gmiicus Currius Geschichte vollkommenzu rechtfertigen, welcher seiner Meynung nach, diesen Hel-den in dem schnellen Laufe seiner Siege, noch nicht lebhaftgenug ausgedrückt hatte. Herr Baudelot- hielt anfangsdie Münze für falsch und für einen neuen Stämpel; nachdiesem setzte er sie zwar als alt voraus, glaubte aber dennoch,
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