Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

zz3 XXXI. Leben,

frey geworden, zu dessen Eingehung sie die mäßigen Glücks,umstände ihres Vaters (*) zuGaumür gellöthiget; dasaber so kurze Zeit gewähret, daß sie auch nicht einmal ih-ren Jungfernamen verloren, nach Paris, sich daselbst nie-der zu lassen: allwo sie auch ihre Ankunft durch eine schöneAusgabe vcm Rallimachus, mit griechischen Schotten,einer lateinischen Uebersetzung und kritischen Noten, be-kannt machte.

Der Ruch von diesem Anfange, erregte die Eifersuchtdes Herrn Dacier ihres Mitschülers, auf eine nützliche Art,welcher sich ebenfalls, durch einen Entwurf von seiner Ueber-setzung des Horaz und seine Anmerkungen über Longinsgriechischen Text, hervorzuthun suchte: welches eben die-selben sind, die Herr Boileau nachmals an seine Uebcrse-Hung des TractatS vom Erhabenen dieses RhetorS, ge-henkt hat.

Der anwachsende Ruhm dieser zween Nebenbuhlerkam bald dem Herzoge von Montanster zu Ohren, wel-cher die Aufsicht über des Dauphins Erziehung hakte. Erermunterte sie, an einigen lateinischen Schriftstellern zum Ge-brauche dieses Prinzen zu arbeiten. Die Jungfer Labe,rinn bekam den Florus, Diktys Rrerensis, AureliusVictor und Emropius. Herrn Dacier trug man denLesius auf, welcher, wegen seiner Weitläufigkeit undSchwierigkeit des Textes, den vier andern fast dirWage hielt.

Was der Jungfer Faberinn bey ihrer Aufgabe ambeschwerlichsten fiel, das waren die ewigen Indices, welchedie Bücher aci nlum von andern unterscheiden, und darin-nen man alle Wörter des Schriftstellers sonder Ausnahme,bis auf die mindesten einsylbigten Wörter, Bestimmungs-wörter und Bindewörter eintragen muß. Um nun unter

einer

(*) Er hatte sie an einen Buchhändler verheirathet, welcher 7.«der 8- Monate darauf starb.