des Berges Vesuv. 233
Diodor von Sicilien, welchem der Zustand des Ber-ges Vesuv bester, als jemanden hätte bekannt seyn sollen,sagt im IV. B. nichts mehr, als daß dieser Berg noch dieSpuren eines ehemaligen Brandes zeige, ohne daß er sichweitläuftiger darüber erkläret. Vitruv redet von Bimstet-nen, die der Vesuv ausgeworfen; welches beweist, daßihm dessen Feuerschlund bekannt gewesen.
plmius,demdie Entzündung des Berges Vesuv so schäd-lich war, redet zweymal von diesem Berge, erstlich im III.Buche; allein daselbst ist die Rede nur von dessen Lage.Zum andernmale im XIV. B- allwo er von der Güte derWeine und Weinberge redet, und saget: ex iis minornnllro iTciitur, cssteris vcntib slinir, ut in Veluvio monte,Lurrominisgue coliibus. Woraus sich leicht schließen läßt,daß plinius weder den Feuerschlund dieses Berges, nochdie schwefelhafre Eigenschaft seines Bodens gekannt; alsdie er gleich dem Srrabo für eine von den Ursachen seinerFruchtbarkeit im Weine, oder des Geschmackes der dortwachsenden Weine, angegeben haben würde. In derThat, wenn er Gelegenheit hat, von dem Berge Aema zureden,(und man bemerke, daß solches in eben diesem Hl.Buche geschieht): so gedenkt er allerdings derer Flammendie daraus heraus schlügen, nockurni8 miru8 incenäi>8, L5r.Der p. Hardouin, welcher doch sonst so weitlauftigeNo-ten über den Vlinius machet, sagt an diesen beyden Ortenebenfalls nichts.
Eine Stelle aus des Tsrn. Tacitus Jahrbüchern imIV. B. 67. Cap. beweiset, daß zu Tibers Zeiten, dieAuswürfe dieses Berges in den umliegenden Gegenden,noch kein Unheil angerichtet hatten. Denn, indem er vonder Insel Taprea redet; dahin sich dieser Kaiser begeben,so saget er: dieses Land sey zuvor ehe die Entzündungen desBerges Vesuv dasselbe verunstaltet, überaus schön gewe-sen: anleguam Vstuviu8 mon8 grclekcen8 sgciem lock verlö-ret; woraus man denn schließen muß, daß die Verheerun-gen