die alte Geschichte zu erlernen. 85
haben. Aboulflasican lehret uns r), daß die Mogolenvon Deschre-kipzak, oder der wüsten Ebenen im Morgendes caspischen Meeres, welche nachmals das Land von Ra,risma und Boukarieir unter sich gebracht, den NamenUsbeken angenommen, welchen einer ihrer Rbans gefüh-rt, der im iMten Jahre unserer Zeitrechnung gestorbenist, und unter welchem sie den mabometa Nischen Glau-ben angenommen. Man hat mehr als ein Beyspiel diesesGebrauches; allein sie sind so selten, daß man seine Zu-flucht dazu nicht nehmen muß, um den Ursprung der Na-men gewisser Völker anzuzeigen, deren Bedeutung unbe-kannt ist. Die Griechen, und nach ihrem Beyspiele, diemehresten unserer Kunstrichter, haben keine andere Lehrartgekannt, als diese. So bald ihnen der Ursprung eines Na-mens schwierig vorkam, so erdichteten sie sich einen Prinzen,der ihn dem Volke gegeben, welches er beherrschen; als-dann kostete es ihnen keine Mühe, ihm auch Thaten anz«.dichten.
Sechste Beobachtung.
^chstens, verlassen die alten Einwohner einer Gegenddieselbe niemals, um in eine andere überzugehen, sie müß-ten denn durch einen sehr wichtigen Bewegungsgrund dazugenöthiget werden. Wenn ein Staat, entweder weil es ihmin seinem eigenen Lande zu enge wird; oder auch wegen derFolgen eines bürgerlichen Krieges, oder sonst aus einerUrsache, sich entschließt, eine Pflanzstadr aus seinem Landezu schicken: so giebt es doch kein Beyspiel, daß sie ihre ersteHeimath gänzlich verlassen; es bleibt noch allezeit ein Theilder ersten Einwohner zurück. Ja wenn auch gleich der Ein-bruch eines ausländischen Volkes der Antrieb ist, eine neueWohnung zu suchen: seist doch der Auözug niemals allgemein.
Auö diesem Grundsätze, den wir für unläugbar hal-len , fließt eine wichtige Folgerung: nämlich, daß man
F ? nicht
r) In der Geschichte der v. 4,7. S. Man sehe auch dieTarmre?, im V. B-Lap. a. Note a.v. 458. S.