Zzo xxii. Belley/ über einen Medaillon
den, womit sein Harnisch eingefasset ist; er ist der erste vonden Römern, der seidene Kleider getragen.
2. Die Sonne hatte unter dem Namen des Helioegadalus einen Tempel in der Stadt Emesus in Syrien;und ihr Götzenbild war ein kegelförmig geschnittener Stein.Dasstan, welcher von Jugend auf ein Priester dieses Tem-pels gewesen, behielt dieses Priesterthum noch bey, auch alser schon Kaiser war; und oftmals verbindet er auf seinenMünzen den Titel eines Oberpriesters des «seliogabalus,mit allen den übrigen, die die höchste Macht anzeigen. Erließ dieses Götzenbild von Emesus nach Rom bringen,bauete ihm zu Ehren einen Tempel, und wollte: daß dassel-be in der Hauptstadt der ganzen Welt ganz allein herrschensollte, indem er alle andere Götzendienste abschaffet«.
Der auf dieser Münze vorgestellete Stein, ist diesesGötzenbild des Heliogabalus. Man kann hieran garnicht zweifeln, zumal wenn man die Gegenseite dieses Stü-ckes mit verschiedenen Münzen von diesem Kaiser zusammenhält, sie mögen in Gold, oder Silber seyn, auf welchen maneben dieses Bild mit eben dieser Schrift liest.
Der Text des Lampridius erkläret diese Gegenseitevortrefflich. Dieser Geschichtschreiber lehret uns, daß die.ser Kaiser, dieses Götzenbild seiner Gottheit, aus der Stadtnach seinem Landhause, auf einem Wagen mit sechs nebeneinander gespanneten Pferden, von besonderer Gestalt undSchönheit geführet. Niemand führete diesen Wagen,setzet Herodian hinzu; man gieng daneben her, gleich-sam um den Gott zu begleiten, der selbst sein Führerzu seyn schien.
z. Der Herr Marquis Caponi erkläret den Sternnicht, welcher oben über dem Wagen erscheint. In denAugen des Herrn Abres Delley ist es der Phosphorus,