über einer Aufschrift zu Brumt. 341
;6sten Jahre über den Rhein gesetzet, so würde man im54sten drey verschiedene Feldzüge gezählet haben. Hierausnun muß man, nach dem Herrn Hreret, schließen, daß die-ser Uebergang der Tribokcr frühzeitiger sey, alsAriovistsNiederlage; und aus einer Zeit, in welcher sich die Römer-er Veränderungen im celtischen Gallien noch wenig an-nahmen. Nun ist die Frage dargeleget; der Leser magurtheilen.
II.
Herr Freret erkennet, daß Brumr, allwo man dieAufschrift gefunden, mit dem Brocomagus in der theo,dosianischen Cbarre einerley, und sieben gallische Mei-len von Argemoramm gelegen seyn müsse; welches mitder Entfernung von Drumr nach Straßburg übereinkömmt. Die alte Charte von Elsaß, welche Specke! imiZ76sten Jahre aufgenommen hat, sehen zwischen beyde dreygroße Meilen und 4; das sind 7782 franz. Ruthen: wennman den Maaßstab der Charte nach der Entlegenheit vonSaverne nach Straßburg rechnet, wie sie Herr Caßinigeometrisch aufgenommen. Die Zahl dieser Ruthen, wel-che genau mit den sieben Meilen der Gallier übereinstim-met, machet etwas mehr, als zehn römische Meilen.
Das aber scheint nicht eben so gewiß zu seyn, daß dasDrocomagus aus Anconins Irinerm-io, welches zwanzigMeilen gegen Norden von Argencoracum lag, mit demin der rheodosiamschen Charte einerley sey. Dieses lti-nerarium />) zahlet von Argemoramm bis tTlovioma-gus oder Speyer , 58 Meilen, nämlich 20 Meilen nachBrocomagus, ig Meilen nach Concordia, und 20 Mei-len nach LTloviomagus. Der gerade Weg von Straß-burg nach Speyer, ist nach Sengers , eines geschicktenIngenieurs Charte, welcher lange Zeit in dieser Gegend ge-dicnet hatte, anfangs, unter dem Marschall vonCurenne,
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