der Donau mit dem Rheine. 369
ließ, dessen völlige Ausführung die Umstände nur verzöger-ten: so Hat er diese Reise auf denen Flüssen selbst, die zudieser Vereinigung dienen sollten. Aus der Donau, all-wo er sich eingeschiffet hatte, gieng er in die Alrmrchl, undfuhr dieselbe bis an den Graben hinauf. Da nun dieser nochnicht fertig war, so gieng er zu Lande bis an die Aezat,setzece sich n ieder zu Schiffe, folgete dem Laufe dieses Flus-ses bis in den Mayn; und nachdem er einige Zeit zu kVürz-bürg geblieben, kam er zu Anfange des 794stm Jahres zuFrankfurt an, allwo er ein derühmtesLonciiimn hielt.
Da diese Stadt nur sechs Meilen von der Mündungdes Maynes liegt, so war dieser Prinz im Stande, mit ei-genen Augen von der Weitlaustigkeit, und folglich von derganzen Nutzbarkeit seines Vorhabens zu urtheilen. Mailfindet nicht, daß er es seitdem wieder vorgenommen: allein,hieran war weder die Unmöglichkeit der Ausführung, nochder Mangel geschickter Handarbeiter schuld; welche fähig ge-wesen, die Schwierigkeiten zu überwinden, welche das Un-ternehmen rückgängig macheten. Man würde vergebens ein-wenden, daß, da die Menge Wassers in der Rezar heule zuTage so geringe ist, daß dieser Fluß auch nicht einmal dieSchiffchen weiter tragt, als von s)fonskeiin sieben Mei,len hinunter, nach seiner Mündung zu: es schwer sey zu be-greifen, wie Rarl der große sich bey seiner Quelle habeeinschiffen, und sie zu seinem Anschlage behülflich habe ma-chen können.
Die einhalligen Nachrichten dasiger Einwohner, unddie Untersuchung einer topographischen Charte, haben denHerrn Schöpfst,r in den Stand gesetzet, zu antworten:daß die geringe Höhe dieses Flusses bloß von der großenMenge Ableitungen herkomme, die seitdem sein Gewässerabgekehret haben; und dann, konnte man durch Schleu-sen diesem Umstände abhelfen.
LX, Th. der Gesch. A a Rsrl