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denen Theile dieses Gedichtes zu erforschen. Ein oftmali-ges und überlegtes Durchlesen, sehte ihn in den Stand, sichvon dem Entwürfe und der Einrichtung dieses Werkes, ej.nen vkeleicht deutlichern Begriff zu machen, als der Verfas-ser selbst davon gehabt haben mochte: und hiedurch konn-te er die Stellen der Zusätze mit Gewißheit festsetzen.
Diese ganze Arbeit, so weitläustig und mühsam sie auchwar, war dennoch nur ein Vorspiel zu einer neuen, der ersich unterziehen mußte.
Der Cardinal von polignac hatte ihm im sterbenaufgetragen, über das Geschick seines Gedichtes den Aus-spruch zu thun: allein seine Freundschaft gegen den Verfas-ser, und vieleicht auch die Arbeit, welche er angewendet, umLas Werk in Ordnung zu bringen, macheten ihm sein Ur-theil verdächtig; er glaubete also, er müsse andere Richterzu rathe ziehen, die ganz «„parteyisch waren. In dieserAbsicht hielt er sehr häufige Vorlesungen dieses Werks, mitallen denjenigen, die er im Stande hielt, davon urtheilen zukönnen; es sey nun in Ansehung der philosophischen Ver«nuiiftschiüsse, oder der Güte der Verse. In einem Gedich-te sind die Verse ein wesentlicher Theil, und zwar ein solcher,in welchem der Abstand vom mittelmäßigen zum schlechtenniemals sehr groß ist. Ferner glaubete er, er müsse auchvon dem Eindrucke noch vergewissert seyn, welchen das Werkauf diejenigen machen würde, welche, ohne sich in eine um-ständliche Untersuchung einzulassen, damit begnüget sind,daß sie ein Urtheil von dem Ganzen fällen. Was mandie gelehrte Welt zu nennen pfleget, die urtheilet seltenanders; auch dann nicht einmal, wann sie sich nicht begnü-get, nur die Urtheile einiger Privatpersonen nachzubethen.
Alle Stimmen waren hier emhallig, und der Beyfallkvar um so viel unverdächtiger, da er fast allezeit mit demM-MMTadel verknüpfet war, der nicht so wohl viel Fehler-,