Band 
Neunter Theil.
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-es Herrn Abtes Gedoyn. 46k

In seinen ersten Jahren stel nichts sonderliches vor«Sie verstoßn so, wie die Jahre der mehresten jungen Leute,welche schon bey früher Zeit Merkmahle von demjenigengeben, was sie dereinst seyn werden.

Nur dieses will ich bemerken, daß man in feiner Kind»helt, nach einer langwierigen Krankheit, die in eine Lungen»sucht ausgeschlagen war, ihn für todt gehalten, und als ei-nen solchen auch begraben hatte. Zu allem Glücke kamdie berühmte Frau Lornuei, eine Freundinn und Nach.bannn seines Vaters, an den Ort wo er lag, und wollte ihnsehen. Sie ließ ihn ausgraben, und da sie erkannte, daß ernicht todt wäre, so brachte sie ihn durch ihre Bemühung undden Beystand, den sie ihm leisten ließ, wieder zum Leben.

Die Art, wie der junge Gedoyn in seinen Studienzunahm, nebst seinen Sitten und seinem Charaktere, zogihm die Gewogenheit seiner Lehrer zu. Diese Gewogenheitaber verwandelte sich bey ihm in eine Ergebenheit, die sichallmählich in den Anschlag verwandelte, sich niemals wie-der von ihnen zu trennen. Sie ließen sich sein eifriges Zu,thun gefallen: und ungeachtet seine Familie dawider war,so trat er das Noviciat der Jesuiten an, sobald er dieSchule verlassen hatte. Er war damals schon Baker» undMutrer-loS.

Nachdem er nun die verschiedenen Uebungen durch-laufen hatte, die zu wichtigern Bedienungen zubereiten, bs.stimmete man ihn, die schönen Wissenschaften zu lehren, undschicket? ihn nach L/sr/, allwo er verschiedene Jahre blieb.Eine Nachricht, die einer seiner Verwandten hergegeben,welcher mi. ihm seit seiner Kindheit in vertrauter und be-ständiger Verbindung gelobet hat, belehret mich: daß, als»r die Redekunst zu L/or/ gelehret, eine Brustkrankheit, mireinem gewaltigen Blutspeyen verknüpfet, ihm in dieser schwe-ren Uebung hinderlich gewesen. Man verordnete ihm also