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statt aller Nahrung lauter Milch. Allein diese Lebensartund die Beschaffenheit seiner Gesundheit stimmeten mit derLebensart des Collegir nicht überein. Seine Verwandtenund Freunde beredeten ihn daher, die Jesuiten zu verlassen;bey denen er fast zehn Jahre zugebracht hatte, ohne daß erselbst noch volle fünf und zwanzig Jahre alt war.
Er begab sich sogleich anf das Land, in den Schooßder Seinigen, allwo die Ruhe, der Gebrauch der Milch,und einiger Hausmittel, ihm wieder zu einer Gesundheit ver»halfen, die sich seitdem, ein ziemlich langes Leben hindurcherhalten hat. Nach diesem kam er nach Paris, allwo seineUnistande eben nicht glücklich waren. Eine mäßige väter-liche Verlaffenschaft, die unter seine vier Bruder und Schwe-stern vertheilet worden, ließ ihm bloß ein Gehalt von vierhundert Pfunden übrig, die nicht einmal richtig bezahletwurden. Anfangs nahm er seine Wohnung bey einem sei-ner Brüder, der zehn Jahre älter war, als er, und überausviel Bekanntschaft hatte. Von hier zog er zu einer Ver»wandkinn, die an einen reichen Alaun verheürachek war;allwo er mehr Ruhe und Muffe fand, den Wissenschaftenobzuliegen, deren Liebe der Umgang mit der Welt niemalsbey ihm vertilgen können. Dieses Haus verließ er erst r?oi.als der König ihn zu einem Canonicate bey der heil. Ka-pelle ernannt hatte.
Da er nun in dieser neuen Verfassung freyer, undmehr Herr über seine Zeit war; so unternahm er die Ueber»seßung der Werke Guinrilians, und legete die letzte Handdaran: eine Übersetzung die er 1708. angefangen und 1718.herausgegeben hat.
Im l?i7ken Jahre war er zu einer Beysirzecstellein dieser Akademie ernennet worden. Im ragten Jahreerwarb ihm seine Uebccseßung VM Ourmilian den Ein-rritt m die französische Akademie, und die Abtey von