des Herrn Marquis von Caumont. 475
den Gebrauch von allen denen Seltenheiten, die er samm-let«?. Er machete sich ein Vergnügen daraus, sie den Ge-lehrten mitzutheilen, ja so gar die Sammlungen seinerFreunde damit zu bereichern. Der ehrwürdige Pater vonMsmfaucon aus unserer Akademie, hat oftmals Gele-genheit gehabt, ihn in den weitlaustigen Sammlungenvon Alterthümern anzuführen, die er herausgegeben hat.
Da der Geschmack des Herrn Marquis von Lau-mont sich auf alle Arten der Untersuchungen erstreckcte, dieihm einige zeitkürzende Kenntnisse verschaffen konnten; sobefliß er sich auf denjenigen Theil der natürlichen Geschich-te, welche der Herr von -kveaumür, Mitglied der Akade-mie der Wissenschaften, durch sein vortreffliches Werküber die Geschichte der Insecten, von welchem er bereitseinige Bände herausgegeben, so angenehm als lehrreich ge-machct hat. Der Herr Marquis von Laumont hatteihm eine große Menge Beobachtungen dargebothen; seinezu Mittheilungen geneigte Gemüthsart, und die Anmuthseines Witzes, hatten ihn mit allen Gelehrten in Europain Briefwechsel gebracht: und wenn wir hier ein Verzeich-nis; seines gelehrten Briefwechsels machen wollten, so müß-ten wir die Namen aller berühmten Gelehrten m Frank-reich, und in fremden Landen hersetzen.
Er war gleichsam der Sammelplatz eines gekehrte»Briefwechsels, zwischen den Gelehrten in Frankreich, Ita-lien, Spaniel; und England geworden. Er hatte so garVerbindungen mit denen im (Drienre, durch Beyhülfe desFürsten Aagorzy, welcher ihm seine Abhandlungen schrift-lich zugeschicket hatte. Er hat auch alle Briefe derer Ge-lehrten, mit welchen er im Briefwechsel stund, sorgfältig auf-gehoben : sie würden eine weirläuftige Sammlung ausma-chen. Es wäre nur zu wünschen, daß er auch Abschriftenvon seinen Antworten an sie aufbewahret hatte, welches rech-te Aohandkmgen waren.