des altern Herrn Fourmonts. 431
Collegio ein Geheimniß daraus, in welcher alle Stundenmit den gewöhnlichen Uebungen besehet waren. Manmußte also zu dieser außerordentlichen Arbeit, die Zeit vonder Nacht abbrechen; und dieß ward für ein großes Ver-brechen gehalten. Man ward eö gleichwohl, ungeachtetaller ihrer Vorsichtigkeit, inner der Luperior überraschekesie, und man drohet- ihnen, sie hinauszustoßen; gleichwoblbegnügete er sich damit, daß er sie nur krcnnete, und aufabgesonderte Flügel vertheilet«.'. Dieses Verboth, und dieSchwierigkeit, mit einander umzugehen, dienete nur dazu,ihre Begierde noch brennender zu machen.
Der Abt Gevin hatte das Griechische bey seinenersten Studien versäumet; und konnte sich nicht entschlie-ßen, die ersten Anfangsgründe wieder vorzunehmen. HerrLourmont, welcher wohl einsah, wozu er vermögend wä-re, bemühete sich, ihn allerley kritische Werke mit griechi-schen Stellen angefüllet, lesen zu lassen, die nicht übersehetwaren. Dieser Fund gelung ihm; der Verdruß, welchender Abc Gevin empfand, daß er bey jeder Stelle im Lesenmußte stehen bleiben, machete, daß er seinen Widerwillenüberwand. Man mußte zu diesem Ende die nächtlichenZusammenkünfte wieder vornehmen: allein, die Sache er-foderte große Behutsamkeit. Der Abc Gevin fand dieSache so schwer nicht, als er geglaubet hatte; und er hatteZeit, mit dem Herrn Fourmont, den Anakceon, Ho-mer, Demos!Heues, die tragischen und vornehmsten histo-rischen Schriftsteller der Griechen, durchzugehen.
Der Eifer, welchen sie auf ihre philosophischen, undnachmals auf die theologischen Stunden wandten, ließkeinen Argwohn übrig, daß sie sonst noch etwas für sichstudiereten: allein, da man sie noch einmal beysammen er«tappete, so mußte der Abt Gevin aus dem Collegiohinaus.
IX. ThderGesch. Hh Herr