Band 
Neunter Theil.
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i.xix. Leben

Herr Fourmvm blieb noch ein Jahr in diesem Col-legio; allein, da er sich auf die hebräische Sprache gelcgcthakte, so bald er nur in das mazarinisthe Collegium ge-kommen war, und die Liebe dazu auch seinen Mitschülerneinzuprägen suchete: so nöthigte der Luperlor ihn, hinauszu ziehen, indem er ihm erklärete: er sähe ihn als einenMenschen an, der das ganze Haus in Verwirrung bringenkönnte. Unter andern warf er ihm vor, man sähe in sei-nem Zimmer nichts, als solche Bücher, in denen kein Menschlesen könnte: das machet, die kleine Bibliothek des HerrnLourmonrs, bestand aus griechischen Texten, ohne Doll-mecschung, und aus hebräischen oder syrischen Büchern.Eben dieser 8uperior, der sonst sehr geschickt war, die Ord-nung einzuführen und zu erhalten, hatte schon einen andernMenschen fortgejaget, welcher nach diesem sehr berühmt ge-worden : weil er ihn ebenfalls überraschete, als er ein geo-metrisches Buch las. Er sagete Hiebey, er hätte ehemalseinen Meßkünstler gekannt, der nicht viel von der Religiongehalten hatte: und daraus schloß er, die Geometrie sey eineWissenschaft, die die Geister verführe.

Herr Fourmont sah es für ein großes Glück an, daßer verbunden ward, das Haus zu verlassen, allwo die allge-meinen Uebungen ihm fast alle seine Zeit beseßeten. Erbegab sich in das Collegium von : allwo er so,

gleich eine Kammer miethete, von welcher man der Sagenach glaubet, daß es des Eruomus. seine gewesen. Daaber dieser Vorzug die Unbequemlichkeiten derselben nichtgut macheke: so beredeten ihn diejenigen, die für seine Ge-sundheit sorgeten, auszuziehen, und eine gesundere in demCollegio von Navarra zu nehmen.

Allhier theilete er seine Zeit in besondere Studia, undin hebräische, griechische und syrische Lesestunden ein: die erbereits erwachsenen Leuten hielt, und deren verschiedeneschon eine Würde bekleideten, die fast nicht zu erlauben

scheint,