Band 
Neunter Theil.
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des altern Herrn Fourmonts. 491

Als Herr Lourmont dieses sein Lehrgebäu seinenFreunden vorstellig machen wollte: so erstaunete man überalle Verhältnisse seiner Beschreibung, die er zwischen denBildern der ü)tsenbarunI, und der jüdischen Geschichtezeigen. Man war überaus geneigt, dieß Lehrgebäu fürwahr zu halten; allein man würde noch viel richtiger da-von urtheilen, wenn es jemals zum Vorscheine käme.

Ungeachtet Herr Lourmont seine Studien auf ver-schiedene Entwürfe von Werken richtete, die er sich gemachethatte: so hat er deren doch sehr wenige vollendet, und nurfünf ans Licht gestellet; wenn man die zwey über die Lhi-nester mit dazu rechnet.

Im i^zten Jahre glaubete er, er müsse sich mit in dieStreitigkeit mengen, die zwischen dem Herrn de la Msrhe,dem Abte Terrasson, und den Verehrern Homers ent-standen war. Er gab, in der Zeit, da der Streit am hef.tigsten war, ein LvEe» heraus, welchem das ge-

wöhnliche Schicksal der Friedensstifter widerfuhr. Esmisfiel nämlich beyden Theilen: und ungeachtet er sie allebeyde angriff, so wurden sie doch beyde eins, seiner mit kei-nem Worte zu gedenken. Die Welt, welche bloß aus dasSchauspiel der zween Streitenden blickete, dachte an denFriedensstifter gar nicht.

Einige Jahre darauf gab er eine Kritik des Buches-von der christlichen Religion, Is relizlvn ckrericime prou»vöc por les käun, heraus. Er hatte sich unter dem NamenRabbi Istmael, eines zum Christenthums bekehrten Ju-den verborgen; undmeynete: dem Abre Houteville wärendie Schwierigkeiten unbewußt gewesen, welche die Judenwider das Christenthum vorbringen, und welches die gehö-rigen Antworten sind, wodurch man dieselben hebt.

Im