Band 
Neunter Theil.
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498 i.xix. Leben

lehrter in Deutschland anS Licht gestellek, gaben ihm eben«falls eine gewisse Anzahl von Characteren an die Hand.Eine viel größere Anzahl derselben aber fand er in der Ur.schrist desjenigen Buches, welches unter dem Titel: 8cien-ti-l 8mic», durch den p. Couplet herausgekommen ist; eineHandschrift, die Herr von Bozc wiederum in Hollandausgcfunden, und der königlichen Bibliothek gescheuterharte. Außer dem Texte der zwey Werke des Confu-cius in chinesischen Characteren, mit einer Uebersehungzwischen die Zeilen geschrieben, stehen in dieser Handschriftauch noch lange Abhandlungen des p. Inrorcerra, in wel-chen er eine gewisse Anzahl Charactere analysiret.

Herr Fourmont schete sich durch oftmaliges Betrach-ten dieser Charactere, deren Verstand er sich geläufig ge-machet hatte, in den Stand, daß er diejenigen, die er nochnicht wußte, in den Wörterbüchern aufschlagen konnte, undim Stande war, die Erklärung zu verstehen, die sie durchderen Auflösung in andere einfachere Zeichen geben: fastoben so wie ein Fremdling, welcher anfangt das Französischezu verstehen, in dem Mörrerbuche der Akademie dieje-nigen Wörter suchen würde, deren Bedeutung er noch nichtwüßte. Es ist erstaunlich, daß Herr Fourmonr in seinenzwey Büchern, die er unter dem Titel: Obivis 8mics, undOwmmmic.i 8Mica herausgegeben, von allen diesen Hülfs-mitteln nichts gesaget hat. Eben dadurch, daß er der Welt.die wahren Mittel verhütete, welche ihm zur Kenntniß die-ser Sprache geholfen, hat er zu demjenigen MiscrauenAnlaß gegeben, worüber er sich allezeit beschweret hat, undwelches doch im Grunde so ziemlich vernünftig war: dennSprachen lassen sich nicht errathen. Die Beyhülfen indes-sen, welche Herr Fourmom aus den Schriften des Ar,caSio Hoang genommen, mögen auch so beträchtlich ge-wesen seyn als sie wollet:: so war es doch allezeit gewiß, daßeine Arbeit wie die feinige war, eine Geschicklichkeit, vielen.Muth und eine Beharrlichkeit ersoderte, dazu nur sehr

wenige