des altern Herrn Fourmonts. 499
wenige fähig sind. Er hatte also gar nicht zu fürchten,daß die gelehrte Welt ihm nicht diejenige Gerechtigkeit wie-Verfahren lassen sollte, die er verdienete.
Mir kömmt es nicht zu, zu urtheilen, wie weit er e<gebracht hat, und wie nützlich seine Werke dereinst seyntonnen, um zur Kenntniß der chinesischen Sprache zu ge-langen. Ich glaube indessen, ich könne sagen, daß keinervon allen denen,die nicht selbst mit Chinesern umgegangensind, es so weit gebracht habe, als Herr Lourmonr. DieUebersetzungen, welche die zween Schüler, so er gezogen, her-auszugeben gedenken, werden eine Probe von der Geschick-lichkcit des Lehrers seyn, unter dem sie gearbeitet haben.
Herr Fourmom hat verschiedene chinesische Wörter-,bücher, oder vielmehr eben dasselbe Wörterbuch, nach denen,verschiedenen Lehrarcen eingerichtet hinterlassen, die in Chinaüblich sind, und eine jede ihren eigenen Vortheil haben.Es findet sich also r. ein Wörterbuch nach der Ordnungder Schlüssel, oder Wurzelcharactere eingerichtet. 2. EinWörterbuch durch Töne. z. Ein lateinisch-chinesischesWörterbuch. 4. Ein anderes französisch-chinesisches. Erwollte noch ein fünftes historisch-geographisches hinzuthun;in welchem er für China eben das würde gethan haben,was Herdcloc in seiner orientalischen Bibliothek, fürdas türkische Reich gethan hat. Ungeachtet er bereits vieleAuszüge aus chinesischen Schriftstellern zusammengebrachthatte, so bleibt doch noch vieles hinzuzusetzen.
Die verschiedenen Schüler, welche Herr Fourmonegezogen, brachten seinen Ruhm in fremde Lande: allwo ver-schiedene gelehrte Gesellschaften seinen Namen in ihren Vcr-zeichnissen haben wollten. Im lösten Jahre, ward er indie königliche Societät zu London aufgenommen, imr742zen Jahre aber in die Akademie zu Berlin.
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