Band 
Neunter Theil.
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§10 l.xx. Leben

Der Herr Abt Bignon wirkete aus, daß der Abt !

Lourmonc seinem Bruder beygesellet werden, und so, wie «m ^

er, zu der königlichen Bibliothek, unter dem Titel eines W>)r

Dollmetschers der chinesischen und indianischen Sprachen, K'M

bestellet werden ntöchte. ßü» H

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Im i72zsten Jahre, schickete der Czaar, Peter der «W

große, ein Fragment eines mit unbekannten Buchstaben ni»

geschriebenen tartarischen Buches nach Lrankreictr, welches Aze

aber sehr zierlich geschrieben war. Es war in Giberien, nÄ

in einer Art von unterirdischer Bibliothek, die unter den leiiß

Trümmern eines Tempels der tartarischen iTiogslen ver- dir l

borgen gewesen, gefunden worden. Als dasselbe dieser M

Akademie vorgeleget ward, «-kannte jemand so gleich, daß T«

die Schrift Thiberisth sey. Ein Glaubensbokh, welcher rrr

in jenes Land wieder zurück gieng, hatte ihm ein ziemlich sm

vollständiges Wörterbuch dieser Sprache gelassen; und er U

erboth sich, solches dem Herrn Lourmom mitzutheilen,damit er versuche, ob er mit dieser Beyhülfe das Denkmaalerrathen könnte. Dieser versprach auch, mit seinem Bru-der gemeinschaftlich daran zu arbeiten. sj,

die

Sie seheten anfänglich erst das Lesen desselben fest, und s-,

dann theileten sie eine Dollmetschung davon mit, die wenig- A

stens einen ziemlich schönen und sehr gehörigen Sinn dar- ^

stellet« Die zween Bruder glaubet«,: es sey ein Stück ^

von der Predigt des tartarischen Lama, welches von derUnsterblichkeit der Seelen handelte, und die Lehre von der F

Seelenwanderung angriffe. Man sieht in der Beschrek» ^

bung von Siberien, welche Strahlenderer seit einigenJahren deutsch herausgegeben, daß man verschiedene der. ^

gleichen Blätter gefunden, die allen: Ansehen nach, eben so ^

viele Blatter eines einzigen Buches waren. Man findetferner, daß sie mit Tafeln oder hölzernen Formen, auf chi.nesische Art geschnitten, gedrucket worden, ja daß man gar y

einige dieser Tafeln gesunden hätte.

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