Band 
Neunter Theil.
JPEG-Download
 

§12 I-XX. Leben

Der Abt Fourmom und sein Vätter, mußten also dieBibliotheken des Archipelagi und innern Griechenlandesbesuchen. Sie fanden in den Inseln zwar Bibliotheken,aber wenig alte Handschriften: fast alles waren Kirchenscri-denken, und kein einziger darunter, den die Caloyers hat-ten entrachcn wollen. Gleichwohl schickete der Abc Lour-monr Nachrichten davon nach Constaminopel, die so ge-nau waren, als die Zeit erlauben wollte, sie zu verfertigen.Ungeachtet die Inseln von den Franken sehr besuchet wer.den: so enkdeckeke er doch darauf einige neue Ausschriften,die er für den Endzweck seiner Nachforschungen ausgab,damit die- griechischen Mönche nicht argwöhnisch werdenmöchten. Unter andern sah er eine zu Pacos, die einBündniß zwischen verschiedenen Völkern enthalt, und derenCharactere ziemlich alt sind. Indessen, daß er an den Be-schreibungen arbeitete, schrieb sein Neffe die Aufschriften ab,zeichnete Gegenden ab, und nahm so gar Risse aus; sö vielsich solches für jemanden thun ließ, dem alle Instrumentefehleren.

Nachdem sie nun die hauptsächlichsten Inseln besuchethatten, landete Herr Abr Lourmom zu Arhen an. Mankann leicht denken, was bey dem Anblicke dieser berühmtenStadt, ein Mann empfunden habe, der von der Liebe zumgriechischen Alterthume durchdrungen war. Allein, seineFreude ward sehr gemäßiget, als er den gegenwärtigen Zu-stand dieser Stadt erblickeke: die nichts mehr von ihrer ehe-maligen Größe besitzt, und höchstens nur noch ein Gerippvon dem alten Arhen ist.

Er fand wenig Handschriften im Attischen; allem,dagegen entdecket? er eine große Menge Aufschriften, diedem Spon und wheler entwischet waren, oder erst seitihrer Anwesenheit ausgegraben worden. Hier hatten sienun eine beständige Aufmerksamkeit nöthig, die Gebraucheund Vorurtheile der Türken, und sogar der Griechen zu

schonen,