Band 
Neunter Theil.
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52o r.xx. Leben

hatte dazu beygetragen, seine natürliche Standhaftigkeil zuvermehren.

Unsere Lebensbeschreibungen, welche dazu dienen sol-len, diejenigen kennen zu lehren, denen wir diese letzte Ehreerweisen, müssen sich auch auf die Wahrheit gründen: und^es giebt zuweilen gewisse Züge, die wir in ihren Ge-mälden nicht auslachen können, ohne ihre Geschichtezu verunstalten.

Herr Lsurmom, welchen es verdroß, daß man sei-nen Plan nicht so ausführen wollte, als er ihn entworfenhatte, ward zornig. Er ließ dessen Ausführung gar sah.ren, und sie blieb einige Jahre lang aufgeschoben.

Hier nun unternahm er die Uebcrsetzung,! einer Sa-besseren Handschrift aus des Königs Bibliothek, welchein den alten Verzeichnissen den seltsamen Titel führet: dasBuch Adams. Dieses Kl8t. ist mit einer sonderbarenSchrift geschrieben. Der Herr Ädr Lourmonr inuth-maßeke, es sey eine alte chaldäische oder assyrische Schrift.Ein Theil der Seiten war nach morgenländischer Weisegezeichnet, Mit Buchstaben, die denen in der Handschriftgleichen. Der Ordnung derselben, bediencte er sich umderen Werth zu bestimmen. Da nun diese erste Be-mühung ihn in den Stand gesctzet hatte, die mehrestenWörter zu lesen, so erkannte er, daß viele aus dem altenEkaldälsihen waren, oder daß es doch möglich wäre,sie dahin zu bringen: allein es gab deren wieder andere,davon es nicht leicht war, ihr Verhältniß auSzufinden. Esgab sogar einige Buchstaben, die man nicht anders erra-then konnte, als wenn sie sich in Wörtern befanden, dieoffenbar aus dem Cbaldäisskwn gezogen waren. Nurwann man einerley und dieselben Buchstaben in verschiede,nen Wörtern verglich, und dieselben Wörter in verschie-denen