des Herrn Abtes Mongault. 527
tisihen Dollmetschungen vergleichen könnte: so glaubete er,er müsse sich auch einige Kenntniß von dem Hebräischen er-werben. Alles, was einiges Verdienst von Annehmlichkeitoder Gründlichkeit hatte, grub sich so tief in sein Gedächtnißein, daß er es niemals wieder vergaß: und die verschiedenenKenntnisse, welche er sich erwarb, prageten sich, so zu reden,demselben von sechsten ein; nicht nur ohne Verwirrung, son-dern auch in der gehörigsten Ordnung, um einander hülsticheHand zu leisten.
Nachdem er nun seine Privatstudien vollendet hatte,schickete man ihn als Professor» nach Vendome, da erungefähr 22 Jahre alt war. Die Schwachheit seiner Brusterlaubete ihm nicht, die Beschwerlichkeiten einer Bedienungauszustehen, welche ihn verband, lange Zeit, und stark zureden. Der p. de Lakour, General der Congregation,welcher gegen ihn eine Hochachtung und eine Freundschaftdie niemals abgenommen haben, gefastet hatte, ließ ihnnach Paris in das Sr. Honoriuskloster kommen. Hievbrachte er einige Jahre zu: allein, da seine schwächliche Ge-sundheit ihm nicht erlaubete, sich den gewöhnlichen Pflichtenzu unterwerfen, so schloß er selbst; daß das Verschonen, saihm unumgänglich nothwendig war, zu einem gefährlichenBeyspiele für die Zucht eines Ordens werden könnte; undihm also die Nothwendigkeit auferlegete, sich hinaus zu be-geben. Dieß that er auch 1699, und begab sich in dasColle»gium von Bourgogne.
Er endigte die Übersetzung von der Geschichte Herosdians, die er im booten Jahre heraus gab, und im fol-genden 1701km Jahre, ließ er einen Band von der Über-setzung der Briefe Cicerons an den Anrcus drucken. Urr-ter dieser Arbeit spie er oftmals Blut, und man glaubete,seine Brust wäre angegriffen: gleichwohl erholete sie sich mirder Zeit, und es blieb ihm nur eine Heiserkeit übrig, dieseine Sprache ein wenig dnmpfigt machet«.