Band 
Neunter Theil.
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§28 I-XXI. Leben

In eben diesem Jahre noch trat er in das Semina-n'um; allein er blieb nur wenige Monathe darinnen. HerrColberr, Erzbischof von Toulouse, welcher sich seiner allezeitangenommen, und ihm auch 1698 das Priorat der bllmes-ssint-klorenr verschaffet hatte, rief ihn zu sich, beherbergenihn in seinem Palaste, und gab ihm nachdrückliche Merk«maale seiner Hochachtung und Zuneigung.

Zu Toulouse erwarb sich der Herr Abt Mongaultgar bald vornehme Freunde: und eine gewisse Anzahl ver-dienstvoller Personen versammlete sich an bestimmten Tagenbey ihm, um daselbst eine Art von Akademie (denn so nannteman die Zusammenkünfte dieser kleinen Gesellschaft) aus-zumachen. Die Bekanntschaften, welche er damals ge-schlossen, haben seitdem allezeit bestanden. Einige dieserseiner ehemaligen Freunde sind annoch am leben; und dieSöhne dererjenigen, die gestorben sind, haben die Bekannt-schaft beybehalten, welche sie als ein kostbares Theil ihresErbgutes ansahen.

Toulouse ist eine'Stadt, allwo es unfehlbar sehrvielen Witz giebt, und wo auch die Wissenschaft in großenEhren gehalten wird. Indessen konnte der Herr Adr Mon-gaulc doch nicht vergessen, daß ein Gelehrter fast allezeit,außer der Residenzstadt, nicht an seinem rechten Orte ist.Er sah wohl ein, daß der Umgang mit geschickten leucenvon allerley Art, die sich von allen Enden dorthin ziehest,durchaus nothwendig sey; um diejenigen Kenntnisse zu er-weitern und vollkommen zu machen, die man durch denPrivatfleiß sich erwerben kann; und daß selbst für derglei-chen Studien, die Residenz eine Beyhülfe darbiethe, dieMan anderwärts vergeblich suchet.

Diese Betrachtungen bewogen ihn, den VorschlägenGehör zu geben, welche ihm ein Freund im Namen desHerrn Foucaulk that; welcher wünschete, einen Menschen

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