Band 
Neunter Theil.
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des Herrn Abtes Morigault. 529

um''sich zu haben, der Witz und Wissenschaft mit einander.'vereinigte, und dessen Privatumgang ihm eine Lrquickungverschaffen könnte, die seinen» Geschmacke gemäß wäre.

Herr Foucault, der selbst viel Verstand und Gelehr-samkeit besaß, und mitten unter den verdrießlichsten Ge.schafften, allemal noch Zeit zu finden gewußt hakte, die schö-ben Wissenschaften zu bearbeiten, erkannte gar bald denWerth des Geschenkes, so inan ihm zugewiesen hatte, und«ilete, selbiges mit der Akademie zu theilen, deren Ehren-Mitglied er war.

Der Herr Abt Mongault trat 1708 bey uns ein;und bereitete sich, noch eben daffelbeJahr einen neuen Band derÜbersetzung der Briefe des Cicero an den Arricus druckenHU lassen: allein er folgete dem Rathe, den »na» ihm gab,die sechözehn Bücher dieser Briefe nicht zu trennen.

Er fand sich sehr geflissen bey unsern Versammlungenein, und war sehr ämfig, die Pflichten eines Akademismen- zu erfüllen: allein im luvten Jahre ward er unserer Gesell-schaft durch den Herrn Herzog von Vrleans geraubet;welcher, auf das Zeugniß des Herrn Foucault, ihm dieErziehung des Herzogs von Charrres, jetzigen Herzogsvon Drleans, auftrug.

Die Ehrfurcht, welche wir der Bescheidenheit deslebenden Prinzen schuldig sind, leget mir bey diesem Theiledes Lebens des Herrn Abtes Mongault ein Stillschweigenauf. Es ist mir genug, wem» ich nur bemerke, daß er sich,ycbst der Freundschaft seines durchlauchren Zöglinges,auch noch das Vertrauen derer Personen zu erwerben ge-wußt, welchen er von dieser wichtigen Stelle Rechenschaftzu geben schuldig war, und die Hochachtung aller Personendes Hofes. Die Dauphine , der Herzog von Orleans,- IX. Lh. der Gesch. L l und