Band 
Neunter Theil.
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5zo I-XXI. Leben

und Ihre königliche Hoheit, die Herzoginn von Or-kans , geruheken, ihn zu ihren besondern Überredungen zuziehen, und die Gnadenbezeugungen, derer sie ihn würdig,ten, haben nie eine Abnahme erlitten.

Der Herzog von Orkans, welcher ihn 1714 zu derAbtey voir Charrreuve hatte ernennen lassen, verschaffeteihm 1719 noch die von Villeneuve. Und als der Herzogvon Lharrres die Würde eines Generalliemenams un-ter dem Fußvolke erhielt, so erwahlete er ihn zu der Stelleeines Generalaudireurs; er übergab ihm auch das Amteines Secrerärs der Provinz des Delphinacs: nach demTode aber des Herzogs von Orkans, seines Herrn Va-ters, gab er ihm eine von denen zwo Secrctariatstellen derRegierung und des Cabinetö.

Im i7ioten Jahre, als dem Herrn Abte Mongaultdie Erziehung des jungen Herzogs von ltharrres aufge-tragen ward, war die UeberseHung der Briefe des Ciceroschon ziemlich weit gekommen. Es fehleke fast nichts mehr,als sie noch einmal durchzusehen, um die letzte Hand daranzu legen: folglich, so wenig Zeit ihm auch die aufgetrageneErziehung ließ, so war doch das Werk im Stande, 1714in sechs Bänden an das Licht zu treten.

Ungeachtet Herodians Geschichte zierlich und metho-disch geschrieben ist, und ungeachtet sie eine ziemliche großeMenge wichtiger Begebenheiten enthalt: so hatte doch dekHerr Abt Mongault deren UeberseHung nur unternom-men, um seine Kräfte zu versuchen, und den Geschmackder gelehrten Welt für ein wichtigeres Unternehmen auf dieProbe zu stellen.

Im lösten Jahre hat der Herr Abt von Samt,Reas eine UeberseHung von dem ersten und zweyten Buche

der