Band 
Neunter Theil.
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-es Herrn Abtes Mongault. zzi

der Briefe des Cicero an den Anicus herausgegeben,die mit einer Art von politischen Commentarien begleitetwar. Allein, da der Tod ihn im Anfange dieser Lauf-bahne übereilet, so blieben noch vierzehn Bücher von Brie-fen zum Uebersehen zurück.

Die Schreibart der Uebersehung des Herrn AbtesSaim-Real , die der Schreibart in seinen übrigen Schrif-ten weit nachsteht, hatte der gelehrten Welt keine Genügegethan. Da indessen der Herr Abr Mongault alles ver-meiden wollte, was das Ansehen einer Nebenbuhlerey habenkonnte; so glaubete er auch hier, er müsse bey dem drittenund vierten Buche dieser Briefe anfangen. Die Ueber-'sehung, welche er oom ersten und zweyten Buche gemacheshatte, kam erst 1714 zum Vorscheine, als er die sechszehnBücher ans Licht gab.

In der Vorrede, welche die Geschichte Herodiansbegleitete, stellete der Herr Abt Mongault , nachdem erein sehr »»parteyisches Urtheil von seinem Schriftsteller ge-fallet, die Regeln vor, die er sich im übersehen vorgeschrie-ben hat: und diese Regeln sind eben dieselben, welche ei»jeder Ueberseher in Obacht nehmen muß, der die Zierlich-keit mit der Richtigkeit vereinbaren will. In den zweenVorberichten bey den Briefen des Cicero, war ergenö-thiget, von dem Abte Sainr-Real zu reden: allein, manficht wohl aus der Mühe, die er sich giebt, ihn zu entschul-digen , da er von den Fehlern seines Werkes reden muß;wie weit er von denen Gesinnungen entfernet war, vorwelchen sich auch die bescheidensten Schriftsteller oftmals soschwerlich hüten können.

Wir haben ganz vortreffliche Uebcrsetzungen von ver-schiedenen philosophischen Werken des Cicero: allein mankann versichern, ohne dem Verdienste ihrer Verfasser den

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