Band 
Neunter Theil.
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des Herrn Abtes Souchay.

Gefliffenheit allemal bey unsern Zusammenkünften; er hatdarinnen eine ziemlich große Anzahl von Abhandlungen ge-lesen, die mit so vielem Fleiße, in Ansehung der Schreibart,als des innern Kerns der Sachen auögearbeit waren. Dader natürliche Schwung seines Geistes ihm mehr Geschmackgegen denjenigen Theil der Litteratur cinfiößeke, der so zureden, die Blüthe davon ist, und den man unter dem Na-men der schölten Wissenschaften versteht: so zog er auch die-jenigen Gegenstände, die einiges Verhältniß damit hakten,allen denen vor, die an sich selbst von einer gewissen Anmuthentblößet sind, und solchen Untersuchungen, deren Vorzügenur dann erst eingesehen werden können; wenn diejenigen,denen diese Untersuchungen nicht so gar geläufig sind, einebeschwerliche Aemsigkeit darauf wenden wollen. Nicht alsob er nicht sehr geschickt gewesen wäre, dieselben abzuhan-deln. Eine Abhandlung über die Hochzeitgedichte, dreyAbhandlungen über die Elegien und elegischen Dichter, undzwo andere über die Göttergesange der Alten, die er alle inder Akademie vorgelesen, zeigen zur Genüge, wie fähiger zu dergleichen feinen und zärtlichen Untersuchungen ge-wesen : die um so viel mehr Scharfsinn und Aufmerksamkeiterfodern, da man Gegenstände ergreifen inuß, die wenigkörperliches an sich haben; da man sehr geringe Verschie-denheiten erwägen, und Verhältnisse ausklauben muß, dievon einander abgesondert sind, und einem Auge von gemei-ner Art entwischen. Wir haben auch noch viel andereStücke von ihm; eine Abhandlung von den ksxllk, eineRede von dem Leben und Charactere des Macenas; eineandere vom Asmius pollio, und noch verschiedene andereAbhandlungen über dir alten Lehrgebäude der Moral undMetaphysik.

Als er zu der Stelle eines Lehrers der Beredsamkeitm dem königlichen Collegio ernennet war, und die Vorle-sungen, welche, dasilbst gehalten werden, für Zuhörer be-

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