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Abhandlungen.
sein, und darum dürfen wir auch aussprechen was wirfühlen an dem Tage, der Sie uns und der Welt schenkte.Nehmen Sie daher unsre besten innigsten Wünsche fürIhr Glück und Ihre Zufriedenheit von uns mit freund-lichem Wohlwollen an, und erinnern Sich auch entferntzuweilen an Ihre ergebene Freundin
Ulrike.
b)
Karlsbad, 28. August 182J.
Auch Ihr Töchterchen vereinigt ihre Wünsche für IhrWohl mit jenen der Mutter und trinkt aus Ihrem Glase,dem Unterpfand Ihres gütigen Wohlwollens, heute IhreGesundheit. Ulrike.
Die Mutter sodann schreibt :
Potsdam den 6. September 182p.
Nur die Furcht Sie, hochverehrter Herr Geheimerath,durch mein Geschreibe zu belästigen, konnte mich zumSchweigen veranlassen, denn mit immer gleicher Ver-ehrung, Liebe und Hochachtung gedenken wir Ihrer, undso leben Sie, trotz der langen Trennung, in meinem kleinenKreise immer als die theuerste Erscheinung, die sich je inunserm stillen häuslichen Zirkel heimisch machte, fort — undoft, sehr oft betrauern wir es, dass die Zeit nie wiederkehrte.Doch die Fortdauer Ihrer Freundschaft, von welcher mir Ihrlieber, lieber Brief wieder ein so grosser Beweis ist, und deruns allen innigste Freude gewährte, ist uns ein grosser Trost,möchte dieser mir und den Meine;r stets werden! — Da-gegen sind Sie überzeugt, verehrter Herr Geheimerath,dass wir alle mit der innigsten Anhänglichkeit Ihrer ge-denken und dass ein jedes Sie betreffende Ereigniss, mag esSchmerz oder Freude sein, in unsrer Seele nachhallt; so warauch der 28. August ein Freudentag in meinem Hause undviele fromme Wünsche wurden zum Himmel gesendet,wenn gleich ich mir nicht mehr zu schreiben w 7 agte.
Mit wahrem Vergnügen benutze ich sogleich die Er-