I. Miscellen.
A. Einzelnes zu Goethes Leiben und Werken.
i. Zur nBraut von Korinth«.
Die Verse:
Hier ist Ceres, hier ist Bacchus Gabe,
Und du bringst den Amor, liebes Kind,
erinnern sehr an eine Stelle in dem Vergilschen Gedicht»Copa, die Tänzerin«. Dort lädt eine vor der Schänkesitzende Priesterin der Venus den vorbeigehenden Jünglingmit den Worten ein:
Est hic nuda Ceres, est Amor, est Bromius.
L. A. Frankl.
2. Zum Gedichte »Thal und Sonnen.
Es ist auffällig, dass die Überschrift des Gedichtes »Thalund Sonne« (An Gesunde und Genesende, [Hempel II, 455]) inder Ausgabe letzter Hand eine doppelte war, und weder dieeine noch die andere zu der Verwendung des Gedichtes passt,die, wie erst jetzt festgestellt ist, im Frühjahr 1824 wirklichfür eine bestimmte Persönlichkeit in Weimar statt fand.
Damals überbrachte nämlich das obige unverändert ge-bliebene Gedicht im Namen Goethes, sein Sohn August derjungen, künstlerisch begabten Marie Schmidt, die 1823 am30. August zum ersten Male im Freischütz als Aennchen auf-