Jahrgang 
10 (1889)
Seite
287
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Bibliographie.

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fanden, der Gastwirth aber von seiner Forderung nichts ablassen wollte,»denn er habe keinen Profit davon, wenn der Geh. Rath v. Goethezuvor den Küchenzettel schicke und mit dem, was er gewöhnlich alleTage koche, nicht vorlieb nehme«, die geforderte Summe, nach Abzugweniger Groschen bezahlen.

Wüstenfeld = Glückwunsch Herrn Bibliothekar Professor Dr.Ferdinand Wüstenfeld zur Feier seines 50jährigen Dienst-Jubiläums am r. Juni 1888 dargebracht von den BeamtenderKönigl. Universitäts-Bibliothek. Göttingen, Dielrich-sche Universitäts-Buchdruckerei. 27 SS.

Mit dem Nebentitel: Einiges aus dem Reussschen Briefwechsel, mit-getheilt von L. Schemann (als Manuscript gedruckt). Enthält Beiträgezur Characteristik des Göttinger Universitäts-Bibliothekars J. D. Reuss17501837. Goethe erwähnt in dankbarer Anerkennung seiner Beihilfe beider Schilderung seines Göttinger Aufenthaltes, Annalen, WerkeXXVII, S. 65.

G. Salomons Dresdner Bücher- und Kunst-Auction No. 48.

In einer am 11. Oktober veranstalteten Auction der von GustavKühne, dem jüngst verstorbenen letzten Vertreter des »jungen Deutsch-land« hinterlassenen Autographen befindet sich ein Brief Goethes vom17. Januar 1830, 15 Zeilen in 4 0 , beginnt: »Es ist freylich eine wunder-liche Sache wenn ein Hauptbedenken sich am Schlüsse einer Unter-nehmung hervorthut«; und ein Schriftstück von demselben: »WöchentlicheBeschäftigung, Montag, den 23. September 1816« und ein angeblich ge-fälschter Brief Schillers an Goethe (nicht im Briefwechsel), 12. Januar1796. [Andere Kataloge, die hauptsächlich Notizen über Goethe in BriefenAnderer verzeichnen, werden nicht an dieser Stelle, sondern unten an-geführt.]

3. REGESTEN.

An Carl August. Weimar, 18. April 1792.

»Wenn die Alten ihre Briefe«, entschuldigt sich wegen seinerBrieffaulheit. Besitzt nicht die Tugend der damals in Weimar weilendenGräfin Louise v. Stolberg (Gemahlin Christians), die seit 24 Jahrenzweimal wöchentlich einer Freundin schreibt. Hat die Convictoriensachein Jena geregelt, möchte sämmtliche Naturaleinnahmen des Convictsverpachten, hofft, nach Voigts Aussage, dass für das botanische Institutin Jena etwas geschehe. »Meyer ist fleissig, er hat meine kleine Familie(welches nicht eben eine heilige Familie ist) portraitirt, um sich auchhierin zu prüfen«. Beschäftigt sich mit Optik »und ich darf michwohl von dieser Seite ein Kind des Lichts nennen«.

Maltzahn S. 263265.

An Carl August. fowischen 18. April und 7. Mai 1792.)

»Zu der Haußkauf und Veränderungs Angelegenheit«. Tritt derAnsicht Voigts bei, das Helmershausische Haus [das Haus am Goethe-platz] zu beziehn, will das Heidenrreichische Haus, in dem Wielandwohnte, nicht beziehn. »Nur soviel sag ich, dass von Prinz August[von Gotha] und Herdern an bis zur letzten Höckin auf dem Marktealles in Bewegung gesetzt worden, dass ein Halbdutzend bey diesenVeränderungen interessirte Menschen die Elasticität des armen Wielandsso missbraucht haben, um eine dem Zeitalter angemessene Schwingunghervor zu bringen«. Rath dringend zum Ankauf des erstgenannten Hauses.

Maltzahn S. 265, 266.